Aktuelle Betrugsmasche in der Steiermark
- verfasst von BLO24
- Steiermark
Bezirk Bruck-Mürzzuschlag – Ende Mai 2025 kam es zu einem dreisten Betrugsfall im Zusammenhang mit einem fingierten Gebrauchtwagenkauf. Unbekannte Täter erbeuteten durch eine gefälschte Überweisungsbestätigung einen Audi Q5 im Wert von 40.000 Euro. Das Fahrzeug konnte inzwischen sichergestellt werden, die Täter sind weiterhin flüchtig.
Ein 65-jähriger Mann aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag hatte seinen Audi Q5 über eine gängige Onlineplattform zum Verkauf angeboten. Daraufhin meldete sich ein bislang unbekannter Interessent, der vorgab, das Fahrzeug kaufen zu wollen. Nach kurzer Verhandlung einigte man sich auf einen Kaufpreis von 40.000 Euro – die Abholung sollte durch zwei angebliche Mitarbeiter erfolgen.
Falsche Käufer – echte Täter
Nur wenige Tage später erschienen zwei Männer an der Wohnadresse des Verkäufers. Sie gaben sich als Vertreter einer angeblichen Firma aus, begutachteten den Wagen vor Ort und bestätigten erneut die Kaufabsicht. Einer der Täter übersandte dem Verkäufer per WhatsApp eine vermeintliche Überweisungsbestätigung. Im guten Glauben, das Geld sei bereits unterwegs, übergab der 65-Jährige den Audi samt Schlüsseln und sämtlichen Fahrzeugpapieren. Die Täter montierten Probefahrtkennzeichen und verschwanden mit dem Wagen.
Betrug fliegt auf – Anzeige erstattet
Nachdem kein Zahlungseingang erfolgte, erstattete der betrogene Verkäufer am 2. Juni 2025 Anzeige bei der Polizei. Intensive Ermittlungen führten schließlich zu einem 22-jährigen Mann aus Oberösterreich, der den Audi wenige Tage nach dem Betrug in Wien um 28.000 Euro erworben hatte. Ob dieser von der betrügerischen Herkunft des Fahrzeugs wusste, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.
Die Staatsanwaltschaft Leoben ordnete die Sicherstellung des Fahrzeugs an. Eine Rückgabe an den ursprünglichen Besitzer steht noch aus – die Klärung der Eigentumsverhältnisse aufgrund mehrerer Kaufverträge ist derzeit im Gange.
Polizei warnt: Neue Betrugsmasche beim Autoverkauf
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser aktuellen Betrugsform und gibt folgende Präventionstipps:
- Seien Sie skeptisch bei angeblichen Überweisungsnachweisen, die nur als Screenshot oder Nachricht geschickt werden – diese sind leicht fälschbar.
- Übergabe des Fahrzeugs nur nach tatsächlichem Geldeingang auf Ihrem Konto!
- Bei Barzahlung: Immer Ausweis zeigen lassen und die Daten dokumentieren.
- Verwenden Sie sichere Zahlungsmethoden und lassen Sie sich im Zweifelsfall von Ihrer Bank beraten.
Hinweise zu den Tätern nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. Hinweise können auch anonym übermittelt werden.



