Generationswechsel im Steirischen Bauernbund

Generationswechsel im Steirischen Bauernbund © Bauernbund
Bernd Brodtrager folgt Franz Tonner als Direktor

Steiermark: Mit 1. August übernimmt der 31-jährige Landwirt und Jungbauern-Obmann Bernd Brodtrager die Direktion des Steirischen Bauernbundes und tritt damit die Nachfolge von Franz Tonner an, der die Organisation über ein Vierteljahrhundert lang geprägt hat. Tonner konzentriert sich künftig auf seine Aufgabe als Bürgermeister von Hart bei Graz, bleibt dem Bauernbund jedoch eng verbunden.

Langjähriger Gestalter der steirischen Agrarpolitik verabschiedet sich aus der ersten Reihe
Franz Tonner leitete den Bauernbund seit 1999 und entwickelte ihn zu einer der einflussreichsten Kräfte in der österreichischen Agrarpolitik. Seine Verdienste reichen von der Positionierung der steirischen Landwirtschaft auf EU-Ebene über die Modernisierung interner Strukturen bis hin zur Stärkung von Regionalität und bäuerlicher Bildung. Ein besonderes Herzensprojekt war ihm der Steirische Bauernbundball, der unter seiner Ägide zum größten Ball Europas wurde – ein Symbol für die Verbindung von Stadt und Land.

„Ein Gesicht der Agrarpolitik“
Landesobfrau Simone Schmiedtbauer würdigt Tonners jahrzehntelanges Wirken: „Er war das Gesicht der steirischen Agrarpolitik und hat den Bauernbund über Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Die Harter Bevölkerung kann sich glücklich schätzen, einen derart erfahrenen und bestens vernetzten Bürgermeister zu haben.“

Frischer Wind und klare Ziele mit Bernd Brodtrager
Mit Bernd Brodtrager übernimmt ein Vertreter der jungen bäuerlichen Generation das Ruder. Der studierte Agrarökonom, Ackerbauer und Obmann der Steirischen Jungbauern hat sich bereits als ideenreicher und durchsetzungsstarker Gestalter profiliert. Initiativen wie der Kampf gegen Stalleinbrüche, die Restlbox oder die Kampagne „Photovoltaikdächer statt Äcker“ zeigen seinen innovativen Zugang zur Agrarpolitik.

Drei Schwerpunkte für die Zukunft
Brodtrager möchte den Bauernbund politisch schärfer positionieren und stärker an der Agrarpolitik ausrichten. Seine inhaltlichen Prioritäten:

Höfe zukunftsfit machen – mit stabilen Rahmenbedingungen, moderner Ausbildung und Investitionssicherheit.

Versorgungssicherheit erhalten – durch bessere Einkommensmöglichkeiten, weniger Bürokratie und Ausgleich regionaler Nachteile.

Leistungen fair abgelten – durch den Erhalt einer eigenständigen GAP und einer starken Rolle für Österreich in Europa.

„Ein Ehrenamt mit Verantwortung“
„Ich sehe es als große Verantwortung, die Anliegen unserer 32.000 Mitglieder mit voller Kraft zu vertreten“, so Brodtrager. Mit Blick auf die Landwirtschaftskammerwahl im Jänner kündigt er ein breites Team, frische Ideen und eine starke Präsenz im ländlichen wie digitalen Raum an.

Ein neues Kapitel für den Bauernbund
Mit diesem Wechsel beginnt für den Steirischen Bauernbund ein neues Kapitel – geprägt von Kontinuität und Aufbruch. Während Franz Tonner für seine jahrzehntelange Aufbauarbeit Anerkennung findet, will Bernd Brodtrager neue Akzente setzen: für eine starke, moderne und zukunftsfähige Landwirtschaft in der Steiermark.

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