Silvesternacht 2025/26 in der Steiermark
- verfasst von BLO24
- Steiermark
Steiermark: Mit 768 Einsätzen war die steirische Polizei zum Jahreswechsel 2025/26 nahezu gleich stark gefordert wie im Vorjahr (2024: 765). Hauptursachen waren erneut der illegale Einsatz von Pyrotechnik, mehrere Brände – darunter ein Brand in einer Bar – sowie ein Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss.
Obwohl pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F2 im Ortsgebiet gesetzlich verboten sind, waren zahlreiche Feuerwerke und Knallkörper landesweit wahrnehmbar. Dies führte zu einer Vielzahl polizeilicher Interventionen. Rund 140 Sicherstellungen mit einem Gesamtgewicht von etwa 40 Kilogramm Pyrotechnik wurden allein in der Steiermark durchgeführt.
Kurz nach Mitternacht kam es in einer Bar in der Gleisdorfer Gasse offenbar durch einen pyrotechnischen Gegenstand zu einem Deckenbrand. Etwa 200 Gäste konnten das Lokal verlassen. Infolge einer panikartigen Flucht wurden 13 Personen verletzt (12 leicht, eine mittelgradig).
Das Österreichische Rote Kreuz versorgte die Verletzten vor Ort mit zehn Fahrzeugen; zehn Personen wurden in das LKH Graz eingeliefert. Die Berufsfeuerwehr Graz löschte den Brand mit 23 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen. Weitere Ermittlungen sind im Gange.
Rund 50.000 Besucherinnen und Besucher feierten den Jahreswechsel in der Landeshauptstadt. Während der gesamten Nacht kam es zu keinen Amtshandlungen größeren Ausmaßes. Bei Kontrollen nach dem Pyrotechnikgesetz stellten Polizistinnen und Polizisten in Graz dennoch rund 25 Kilogramm verbotener Pyrotechnik sicher.
Auch die Feuerwehren waren stark gefordert: In den Bezirken Graz, Graz-Umgebung, Murtal, Murau, Weiz, Deutschlandsberg und Liezen mussten Hecken- und Holzschuppenbrände gelöscht werden.
In Trofaiach setzte ein pyrotechnischer Gegenstand den Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Brand. Personen kamen dabei nicht zu Schaden.
Gegen 2:45 Uhr prallte ein 18-jähriger Lenker aus dem Bezirk Leibnitz in Großklein mit seinem Pkw gegen eine Hauswand und einen Strommast. Er wurde unbestimmten Grades verletzt und in das LKH Wagna eingeliefert. Ein Alkotest ergab eine mittelgradige Alkoholisierung; der Führerschein wurde abgenommen.
Die Landesleitzentrale (LLZ) verzeichnete innerhalb von 24 Stunden exakt 1.775 Notrufe, aus denen die 768 Einsätze resultierten. Rund um Mitternacht dominierten Meldungen wegen Pyrotechnik und Lärmerregungen, insbesondere in den Bezirkshauptstädten und im Ballungsraum Graz.



