Achtung Finanz-Betrug in der Steiermark!

Achtung Finanz-Betrug in der Steiermark! © BLO24
70-Jähriger verliert fast 100.000 Euro durch „FinanzOnline“-Phishing

In der Steiermark ist ein 70-jähriger Pensionist Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden. Die Polizei warnt eindringlich vor gefälschten SMS- und E-Mail-Nachrichten, in denen vor einem angeblichen Ablauf der Registrierung bei FinanzOnline gewarnt wird.

Vor wenigen Tagen erhielt der Mann eine E-Mail mit dem Hinweis, seine Daten bei „FinanzOnline“ würden demnächst ablaufen. Um die Registrierung zu verlängern, sollte er einen in der Nachricht enthaltenen Link bestätigen. Der Link führte jedoch nicht zur offiziellen Plattform des Bundesministeriums, sondern auf eine täuschend echt gestaltete Website. Dort wurde der Pensionist aufgefordert, persönliche Daten wie Kontakt- und Kontoinformationen einzugeben. Tatsächlich handelte es sich um eine sogenannte „Phishing-Seite“. Kriminelle versuchen auf diese Weise, sensible Daten abzugreifen, um später auf Bankkonten zugreifen zu können.

Nur wenige Tage später meldete sich ein angeblicher Bankmitarbeiter telefonisch beim 70-Jährigen. Der hochdeutsch sprechende Mann erklärte, es habe unrechtmäßige Zugriffe auf das Konto gegeben, die nun storniert werden müssten.

Am Display des Opfers erschien scheinbar die offizielle Hotline-Nummer der Bank. Doch dabei dürfte es sich um einen sogenannten „Spoofing-Anruf“ gehandelt haben. Bei dieser Methode verschleiern Betrüger ihre tatsächliche Rufnummer und manipulieren die angezeigte Telefonnummer.

In einem über eineinhalbstündigen Gespräch gelang es dem Täter durch geschickte Gesprächsführung, das Opfer zur Bestätigung einer Push-Nachricht in der Banking-App zu bewegen. Wie sich später herausstellte, wurde damit ein höheres Überweisungslimit freigegeben. In der Folge wurden zwei Überweisungen auf unterschiedliche Konten durchgeführt. Der finanzielle Schaden beläuft sich auf knapp 100.000 Euro.

Noch während des Telefonats reagierte die Ehefrau des Pensionisten geistesgegenwärtig und kontaktierte die persönliche Kundenbetreuerin der Bank. Diese wies das Ehepaar an, sämtliche Transaktionen sofort zu stoppen und keine weiteren Freigaben zu erteilen. Das betroffene Konto wurde umgehend gesperrt.

Der 70-Jährige erstattete Anzeige. Der Kriminaldienst des Bezirks- und Stadtpolizeikommandos Leoben hat die Ermittlungen gegen bislang unbekannte Täter aufgenommen.

Polizei warnt eindringlich

Die Polizei warnt vor derartigen Betrugsversuchen, die derzeit massenhaft per SMS oder E-Mail verbreitet werden. Dabei wird stets behauptet, die Registrierung bei „FinanzOnline“ laufe ab.

Das Finanzministerium stellt klar:
Es werden niemals Nachrichten mit Links versendet, über die persönliche Daten wie Passwörter oder Kontoinformationen eingegeben werden sollen.

Wichtige Tipps der Polizei:

Klicken Sie auf keine Links in verdächtigen Nachrichten.

Geben Sie keine persönlichen Daten oder Bankdaten preis.

Löschen Sie derartige Nachrichten sofort.

Kontaktieren Sie im Zweifel direkt Ihre Bank oder die offizielle Stelle.

Erstatten Sie bei einem finanziellen Schaden umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeiinspektion.

Die Ermittlungen laufen.

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