Rekord-Aufklärung sorgt für Sicherheit
- verfasst von BLO24
- Steiermark
Steiermark: Die Landespolizeidirektion Steiermark präsentierte am Dienstag, dem 31. März 2026, die kriminalpolizeiliche Anzeigenstatistik für das Jahr 2025. Das zentrale Ergebnis: Trotz steigender Kriminalitätszahlen konnte die steirische Polizei ihre Aufklärungsarbeit weiter verbessern und erreichte die höchste Aufklärungsquote der letzten Jahre. Parallel dazu wurde die Verlängerung der Schutzzone Metahofpark bekanntgegeben.
Mehr Anzeigen, aber starke Aufklärung
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 61.372 Straftaten registriert – ein Anstieg von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2024: 58.378). Gleichzeitig gelang es der Polizei, 58,7 Prozent aller Fälle aufzuklären. Damit wurde der Vorjahreswert erneut übertroffen und bereits zum neunten Mal in Folge mehr als jede zweite Straftat erfolgreich geklärt. Auch die Zahl der ausgeforschten Tatverdächtigen stieg um 4,4 Prozent auf 42.651 Personen.
Jugendkriminalität mit differenzierter Entwicklung
Die Zahl der tatverdächtigen Jugendlichen erhöhte sich um 6,6 Prozent auf 6.308 Personen. Während bei den 14- bis 18-Jährigen ein deutlicher Anstieg von 4.228 auf 4.738 Tatverdächtige zu verzeichnen war, ging die Zahl der unter 14-Jährigen leicht zurück (1.570 im Jahr 2025 gegenüber 1.661 im Jahr 2024). Diese Entwicklung zeigt ein differenziertes Bild innerhalb der Altersgruppen.
Cybercrime weiterhin auf dem Vormarsch
Ein besonders dynamischer Anstieg wurde im Bereich der Internetkriminalität festgestellt. Insgesamt wurden 8.099 Delikte angezeigt (+11,3%). Vor allem Cybercrime im engeren Sinne, etwa Hacking, nahm stark zu (+27,4% auf 2.189 Fälle). Auch Internetbetrug stieg auf 4.332 Anzeigen (+5,6%). Rückläufig hingegen war die Internet-Erpressung mit einem Minus von 14,1 Prozent (383 Fälle).
Gewaltkriminalität: Anstieg im privaten Umfeld
Die Gewaltkriminalität nahm leicht um 3,4 Prozent auf 10.428 Fälle zu. In 62,1 Prozent der Fälle bestand ein Bekanntschaftsverhältnis zwischen Täter und Opfer. Besonders auffällig ist der Anstieg der Gewalt in der Privatsphäre (2.390 Fälle). Insgesamt wurden sieben vollendete Morde registriert. Positiv hervorzuheben ist hingegen der Rückgang bei Raubdelikten um 6,5 Prozent auf 143 Fälle.
Hinweis: Die Zahlen eines School Shootings in Graz wurden in dieser Statistik nicht berücksichtigt.
Eigentumskriminalität stabil mit leichten Verschiebungen
Die Eigentumskriminalität stieg moderat um 1,1 Prozent auf 15.366 Fälle. Während KFZ-Diebstähle um 4,5 Prozent zurückgingen (126 Fälle), nahmen Taschen- und Trickdiebstähle um 4,3 Prozent auf 734 Anzeigen zu. Häufige Tatorte waren öffentliche Plätze, Kellerabteile sowie Automaten.
Suchtmittel- und Wirtschaftskriminalität im Fokus
Die Suchtmittelkriminalität verzeichnete einen Anstieg um 2,9 Prozent auf 4.205 Anzeigen. Da es sich hierbei um ein Kontrolldelikt handelt, spiegelt dieser Wert insbesondere die intensive polizeiliche Überwachung wider.
Deutlich stärker fiel der Zuwachs in der Wirtschaftskriminalität aus (+8,9% auf 12.429 Fälle). Den größten Anteil machten Betrugsdelikte mit 8.525 Fällen aus. Insbesondere die Arbeit der Task Force SOLBE zeigte Wirkung: Anzeigen wegen Sozialleistungsbetrugs stiegen um 78,4 Prozent auf 919 Fälle.
Polizei setzt weiter auf Präsenz und Konsequenz
Landespolizeidirektor Hofrat Gerald Ortner betont:
„Die Bilanz für 2025 zeigt klar, dass unsere Strategie wirkt. Trotz steigender Anzeigenzahlen konnten wir die höchste Aufklärungsquote der letzten Jahre erzielen. Das ist ein deutlicher Beleg für die Professionalität und den Einsatz unserer Polizistinnen und Polizisten. Auch 2026 werden wir den Kontrolldruck hochhalten, um die Sicherheit in der Steiermark nachhaltig zu gewährleisten.“



