Die zwei besten Radfahrer Europas

Die zwei besten Radfahrer Europas © Brandl
Unaufhaltsam ums Land – Brandl & Kaufmann triumphieren beim härtesten Radrennen Europas

2.200 Kilometer, 30.000 Höhenmeter, null Schlaf: Markus Brandl (47) und Lukas Kaufmann (31) haben das Race Around Austria, das härteste Ultracycling-Rennen Europas, in einer beeindruckenden Teamleistung gewonnen.

Österreich im Nonstop-Modus umrundet – bei brütender Hitze, Regen und eisiger Nacht am Großglockner. Brandl und Kaufmann trotzten allen Widrigkeiten und sicherten sich mit unerschütterlicher Konstanz den Sieg.

Ausdauer trifft Erfahrung
Der 47-jährige Markus Brandl bewies eindrucksvoll, dass Alter kein Hindernis für Spitzenleistungen ist. „Eigentlich wäre ich ja schon in Radpension“, schmunzelte der Routinier im Ziel. Gemeinsam mit dem 31-jährigen Lukas Kaufmann, der durch gnadenlose Tempohärte glänzte, bildete er ein Duo, das von Start bis Ziel kompromisslos fuhr.

Hitzeschlacht und eisige Nacht
Das Rennen forderte alles: Glühende Temperaturen über 30 Grad, plötzliche Regenschauer und als Höhepunkt die nächtliche Überquerung des Großglockners – ein Anstieg, der selbst Top-Athleten an die Grenzen bringt. Mit eiserner Entschlossenheit meisterten Brandl und Kaufmann auch diese Passage.

Für ein Schmunzeln sorgte dennoch ein kurzer Moment der Versuchung: „An so vielen Buschenschänken auf der steirischen Weinstraße vorbeizufahren, ohne einzukehren – das war fast die größte Herausforderung“, witzelte Brandl im Ziel.

Das unsichtbare Rückgrat: das Betreuerteam
Ein Schlüssel zum Erfolg war das perfekt eingespielte Begleitteam: Freunde, Familie – darunter Brandls Ehefrau und Mutter – sorgten für Motivation, Sicherheit und professionelle Versorgung. Auch für sie bedeutete das Rennen Schlafmangel, Dauerstress und höchste Konzentration.

Führung von Anfang an
Schon am ersten Renntag setzten sich die beiden an die Spitze – und gaben diese Position nicht mehr her. In präzise abgestimmten Wechseln spulten sie Kilometer um Kilometer ab. Besonders eindrucksvoll: Ein Team, das mit zwölf Stunden Vorsprung gestartet war, wurde von Brandl und Kaufmann im Verlauf des Rennens eingeholt.

Das Race Around Austria gilt als ultimativer Härtetest – körperlich, mental und organisatorisch. Brandl und Kaufmann haben bewiesen, dass Leidenschaft, Teamgeist und eiserne Disziplin selbst die extremsten Herausforderungen bezwingen können.

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