Buchmann: Ja zur Wehrpflicht!
- verfasst von BLO24
- Fenstergucker
Am 20. Jänner 2013 werden die Österreicherinnen und Österreicher darüber entscheiden, ob die Wehrpflicht in Österreich erhalten bleibt. „Für mich gibt es nur eine klare Antwort: Ja zur Wehrpflicht im Interesse unseres Landes!", so der Obmann des Wirtschaftsbundes Steiermark und Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann.
Buchmann weiter: „Es ist ein Armutszeugnis für Teile der Bundesregierung, dass sie eine Einrichtung wie die Wehrpflicht, die in der Bundesverfassung verankert und für Österreich von entscheidender Bedeutung ist, überhaupt in Frage stellt." Auch in der Frage der Wehrpflicht gibt es für Buchmann keinen Zweifel. „Gerade wir in der Steiermark waren in den letzten Jahren mehrfach von Unwetterkatastrophen betroffen und wissen, dass wir die Präsenzdiener brauchen. Es ist mein erklärtes Ziel, ein gutes Ergebnis für die Wehrpflicht zu erzielen." Daher werde Buchmann sich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Wehrpflicht und Zivildienst erhalten bleiben. Sehr viel kann Buchmann auch einem „Talentecheck" bei der Stellung abgewinnen. „Ich halte es für ein gutes Ziel zu sagen, dass der Präsenzdienst auch einen Mehrwert bringen soll, und Grundwehrdiener beim Bundesheer vermehrt Kompetenzen lernen können, die man ein Leben lang brauchen kann", so Buchmann. „Gerade in den Regionen in der Steiermark könnte eine Grundausbildung im Katastrophenschutz später beim Engagement zB bei der Freiwilligen Feuerwehr sinnvoll eingesetzt werden. Die aktuelle Situation im Ennstal hat wieder gezeigt, wie wichtig das ist", so Buchmann.
Zahlreiche Argumente sprechen klar für die Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst:
Truppenstärke: Ein Berufsheer ist zu klein!
Durch den Wegfall von 22.000 Präsenzdienern und einem Großteil der 28.000 Mann starken Miliz würde die tatsächliche Mannstärke unseres Heeres schlagartig von derzeit ca. 55.000 auf 25.000 sinken. Zu wenige um im Ernstfall die Sicherheit unseres Landes zu gewährleisten. Auch bei großen Unwetterkatastrophen hätte ein solches Berufsheer ernsthafte Probleme, seine Aufgaben zu erfüllen.
Kosten: Ein Berufsheer ist zu teuer!
Experten bestätigen, dass ein Berufsheer mehr als 4 Milliarden Euro pro Jahr kosten würde, wenn es die gleiche Leistung erbringen soll wie bisher. Der- zeit beträgt das jährliche Verteidigungsbudget Österreichs rund 2 Milliarden Euro. Ein Berufsheer, wie es die SPÖ einführen will, käme den Österreichern also mehr als doppelt so teuer.
Sozialsystem: Ohne Zivildienst weniger Sozialleistungen!
Jedes Jahr leisten rund 14.000 junge Menschen in Österreich ihren Wehrdienst in Form des Zivildienstes bei mehr als 1.200 österreichischen Hilfsorganisationen ab. Davon profitiert unser Sozialsystem. Zivildiener sind zu einer wichtigen Stütze für das Rettungswesen, die Behindertenbetreuung, die Sozialhilfe und die Altenbetreuung geworden. Ein Wegfall des Zivildienstes würde entweder eine enorme Einschränkung dieser Leistungen bedeuten oder die Einführung eines bezahlten Sozialen Jahrs notwendig machen. Dieses würde pro Jahr etwa 500 Millionen Euro kosten und wäre damit fast vier mal so teuer wie der Zivildienst.
Neutralität: Kein Berufsheer ohne NATO-Beitritt!
Österreich ist zu recht stolz auf seine Neutralität. Eine logische Konsequenz aus der Abschaffung der Wehrpflicht wäre ein Beitritt zur NATO und damit die Aufgabe der österreichischen Neutralität. Eine Mitgliedschaft in der NATO bedeutet auch, dass sich Österreich im Sinne der Beistandspflicht an Kriegseinsätzen beteiligen müsste. Die meisten Länder, die die Wehrpflicht abgeschafft haben, sind NATO-Mitglieder!
Ungewissheit: Ein Berufsheer ist ein teures Experiment!
Für ein Berufsheer und ein Freiwilliges Soziales Jahr brauchen wir ausreichend Freiwillige, die sich für den Dienst verpflichten. Dafür, dass es genügend Freiwillige geben wird, gibt es keine Garantie! Melden sich zu wenige, müssen zusätzliche Anreize geschaffen werden, was mit enormen zusätzlichen Kosten verbunden wäre. Einzige Alternative wäre, die Leistungen in der Landesverteidigung, im Katastrophenschutz und im Sozialsystem einzuschränken. Somit stellt die Abschaffung der Wehrpflicht ein unberechenbares und teures Experiment mit der Sicherheit Österreichs dar!
Die Argumente sprechen also für sich. Die Beibehaltung der Wehrpflicht und des Zivildienstes ist der richtige Weg für Österreich.



