Wenn die (Brems)Wege lang werden!
- verfasst von
- Fenstergucker
Speziell bei uns in Liezen ist immer wieder zu beobachten, dass sich Fahrer den Schutzwegen, welche derzeit sowieso schlecht erkennbar und benutzbar sind, mit einer Geschwindigkeit nähern, als wäre die Fahrbahn trocken.
Außerdem ist unter diesen Bedingungen der Unterschied der einzelnen Lenkertypen noch krasser als sonst.
Die Einen – siehe oben – glühen voller Optimismus ihr gewohntes Tempo, während die von Grund auf Vorsichtigeren und Unsicheren bei diesen Wetterverhältnissen noch ängstlicher unterwegs sind. Die Folgen sind noch größere Unterschiede im Reisetempo und dementsprechend höher ist auch die Gefahr eines Auffahrunfalls oder ähnlichen Missverständnissen.
Liebe Fahrzeugbenützer, trainiert euch ein wenig in Gelassenheit. Plant die Fahrzeiten großzügiger und ärgert euch nicht über „den Schläfer“ vor euch, sondern akzeptiert, dass auch er das Recht hat, die Straße zu benützen und unbeschadet nach Hause kommen möchte.
Und Eines sollte derzeit noch intensiver als sonst im Gedächtnis sein:
Allradantrieb hilft beim Bremsen so gut wie gar nicht.
Die gesamte Technik, die moderne Autos zur Verfügung haben, kann keine Wunder wirken.
Vor Allem dann nicht, wenn die Verbindung zur Fahrbahn – und das sind unsere Reifen – wenig Gripp auf den Untergrund bringen, wie es derzeit eben der Fall ist.
Und ABS wird früher aktiv, kann aber in bestimmten Situationen nicht in jeder Phase zum kürzesten Bremsweg verhelfen.
Und wer die Probe aufs Exempel machen will, sollte sich beim Fahrtechnikzentrum in Kalwang anmelden und die derzeitig herrschende Wetterlage zu einem sehr realistischen und praxisnahen Schneetraining nützen, um gefahrlos seine und die Möglichkeiten seines fahrbaren Untersatzes zu testen und zu „erfahren“. Tel.: 03846 20090
Otto S.



