Ein Kommen und Gehen in der Gastroszene
- verfasst von
- Fenstergucker
Vom Aigner in Weißenbach bis zum Zick in Liezen über den Gastgarten vom Lasser usw.
Aber das Rad der Zeit bleibt auch vor Gastronomie nicht stehen und „die Obrigkeit“ hat einen großen Teil zur Kapitulation vieler Wirte beigetragen.
Ob die leidige Raucherdebatte, die ach so wichtige Registrierkasse oder eine vorgeschriebene „chemische Analyse“ aller angebotenen Speisen, sowie die Bürokratie bei und mit baulichen Vorschriften haben die Betreiber etlicher Betriebe kapitulieren lassen. Nebenbei kam mit den in den Großmärkten integrierten gastronomischen Angeboten eine Preiskonkurrenz, bei der sich mancher Wirt fragt, „ ob do die Kuah fürs Gulasch g'stohlen worden is“ (Originalzitat Ewald S.)
Aber es gilt, auch über neue Dinge zu berichten:
Das beliebte Cafe Mitter wurde zum Beispiel nahtlos ohne viel Trara und Tamtam übernommen und wird in gewohnter Form weiter betrieben. Bei dieser Gelegenheit alles Gute weiterhin für den bisherigen Betreiber Heribert Mitter.
Das alteingesessene Restaurant Baumgartner wird ebenfalls bestehen bleiben und künftig als „Habibis Grillstube“ mit österreichischem und arabischem Speisenangebot, Mehlspeisen und Eisspezialitäten die Gäste verwöhnen. Mit 110 Plätzen, Gastgarten und offener Küche von 11.oo bis 21.oo Uhr werden auch größere Gesellschaften mit Nichtrauchern und Rauchern versorgt werden können.
Auch hier alles Gute an die bisherigen Wirtsleute, die Familie Baumgartner.
Und auch das von vielen Menschen vermisste Pub Konrad wird wieder zum Leben erweckt und ebenfalls die Szenerie am Hauptplatz beleben. Die Familie Walcher wird das Lokal zeitgemäß adaptieren und verpachten. Geplant ist mit Eröffnung ca. zu Sommerbeginn. Jedenfalls rechtzeitig, um ein Feierabendbierchen oder den Sommerspritzer auch an der traditionellen Schirmbar genießen zu können.
Ohne große Ankündigung in der Liezener Öffentlichkeit wurde (angeblich) nun auch die Balkan Bäckerei eröffnet und damit ein regelrechtes „Bäckerviertel“ geschaffen. Mit diesem neuen Betrieb gibt es neben „dem Steindl“ und „der Hildegard“ drei Backwarenhersteller mit Cafebetrieb innerhalb von ein paar hundert Metern Entfernung.
Und letztendlich wird sich auch beim Wirten mit dem schönsten Ausblick ins Ennstal - dem Berggasthof Zierer - in nächster Zukunft was tun. Vorerst haben Ewald und Karin den Gastbetrieb aus gesundheitlicher Notwendigkeit ein wenig eingeschränkt. Samstag und Sonntag hält man mit dem bekannten Angebot aus Küche und Keller geöffnet. Und für zeitgerecht angemeldete Gruppen anlässlich verschiedenster Feierlichkeiten gibt es natürlich weiterhin Kulinarik nach Wunsch. In weiterer Zukunft werden „die Stangls“ ihren Gastbetrieb jedoch an einen neuen Betreiber weitergeben und sich vom Gastbewerbe zurückziehen.
So gibt es vom „Picasso“ im Süden bis zum „Liezener Hof“ im Norden und vom „White“ im Osten bis zum „Seewirt“ im Westen von Liezen doch ein herzeigbares Angebot an Gastronomie in den verschiedensten Sparten. Vom „Stehseitl“ über die Eisspezialität bis hin zum feinen Essen lässt sich alles finden.
Nur vielleicht nicht immer gerade dann, wann es sich der verwöhnte Gast gerade wünscht. Und wer das nicht verstehen kann, sollte sich einfach über einen längeren Zeitraum hinweg mit vollem Einsatz in der Gastronomie einbringen.
Otto S.



