Viehtransporte – auch bei uns ein Thema

Viehtransporte – auch bei uns ein Thema Foto: Gina Janosch
Bezirk Liezen: Die periodisch wiederkehrenden Berichte über grausame Transporte von Tieren durch ganz Europa gehen vielen Menschen ans Gemüt.


Dann wird davon geschrieben, man sollte auf Fleisch verzichten usw. Anstatt Gesetze zu erlassen, die penibel kontrolliert werden und mit hohen Strafen bei Missachtung belegt werden. Oder überhaupt den Export von lebendigen Tieren unterbinden.
Transporte über längere Strecken gehören bei lebenden Tieren schlicht und einfach verboten. Die sanfte und fachgerechte Schlachtung muss möglichst vor Ort passieren.

Und Verteuerungen, welche dadurch entstehen, regulieren den Fleischkonsum dann auf ein vernünftiges Maß.
Wobei dem Bauern, der die wertvolle Arbeit der artgerechten Aufzucht verrichtet, eine angemessene Bezahlung gesetzlich zustehen muss.

Man braucht nicht in die Ferne schweifen, denn auch in der engeren Heimat hat sich auf dieser Ebene schon einiges verschlechtert.

Im mittleren Ennstal gibt es einen Fleisch verarbeitenden Betrieb mit hervorragenden Produkten, die auch in alle Welt exportiert werden.

Dort gab es auch einen Schlachthof, der seinerzeit auch als modernster Betrieb auf diesem Gebiet galt.
Alle Bauern aus dem Bezirk brachten Tiere einmal in der Woche dort hin, was im Extremfall eine Anreise ab Hof von max. einer Stunde für die Tiere bedeutete. Die Schlachtung erfolgte sofort und ca. 25 Fleischhauer fanden dort Arbeit.
2005 wurde dieser Vorzeigebetrieb geschlossen.

Seither bringen die Ennstaler Bauern immer noch ihre Viecher dorthin, aber nur um diese dann lebend bis nach Graz zu „schicken“, damit sie dort der Schlachtung zugeführt werden.
Als Frischfleisch findet die „Ware“ mittels Kühlwagen dann wieder den Weg zurück in den Verarbeitungsbetrieb.

Welchem Stress diese teilweise als Biorind aufgewachsenen Tiere dabei ausgesetzt werden (plötzlich in eine große „Herde“ fremder Artgenossen gepfercht zu werden), ist vermutlich jedem Laien verständlich.
Bei der Haltung am Hof gibt es jede Menge Vorschriften und Kontrollen, die wahrscheinlich ohne Sinn bleiben, wenn die Tiere als „Stressfleisch“ in Graz ankommen.
Aber das ist nur die laienhafte Ansicht eines „tierliebenden Fleischfressers“.

Otto S.

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