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AUA – das tut ganz schön weh im Börserl

Österreich: Die Wirtschaft kämpft derzeit ums Überleben.

Dass die „Großen“ dabei lauter schreien (können) als die „Kleinen“ ist ganz natürlich.

Ein Beispiel dafür ist die Fluglinie AUA, wo kolportiert wird, dass man zwischen 500 und 800 Millionen, sozusagen als Starthilfe aus der Krise benötigt. Und es ist unbestritten, dass an dieser Firma jede Menge Arbeitsplätze hängen, die erhaltenswert sind.
Wenn man aber bedenkt, dass die AUA eigentlich eine Tochterfirma der Lufthansa ist, sind solche eventuellen Unterstützungen sehr genau zu überlegen. War doch die „Einheirat“ der AUA in die Lufthansa damals schon nur mit einer fetten „Mitgift“ aus unserem Staatssäckel möglich. Sie war anscheinend nicht unbedingt die geliebte Braut.
Dazu drängt sich die Frage auf, wie es möglich ist (oder wieder sein wird), Flüge zu Preisen anzubieten, bei denen die Anreise zum Airport teurer ist, als der Hin – und Rückflug zum Reiseziel. Und das weltweit bei allen Fluglinien. Mulmige Fragen drängen sich manchmal auf, wo da so viel eingespart werden kann. Beim Personal und dessen Ausbildung, oder bei Material und Wartung der Flieger?

Beides wäre nicht sehr vertrauenerweckend für die Kunden.
Aber auch bei anderen Beförderungsbetrieben ergeben sich Fragen, die für den Normalverbraucher schwer erklärbar sind. Die Schlagzeile einer Tageszeitung vermeldet: Derzeit bis zu 90% weniger Bahnkunden. Dazu ein „spektakulärer“ Schritt von WESTbahn und ÖBB:
Man wechsle sich auf der Strecke Wien – Salzburg STÜNDLICH ab, mache also gemeinsame Sache. Tickets gelten in beiden Firmen. Und dafür bekommen die beiden Betriebe jetzt 48 Millionen Notvergabe vom Umweltministerium!

Könnte jetzt noch jemand logisch erklären, warum jede Stunde ein Zug zwischen Salzburg und Wien fahren muss? Auch, wenn die derzeit fehlenden 90% der Fahrgäste wieder dazu kämen, kann sich kein Mensch die Notwendigkeit so eines Fahrplanes einreden.
Wie viele Busse fahren täglich von Stainach nach Donnersbach? Oder von Wildalpen nach Admont? Oder von Treglwang in die Bezirkshauptstadt?
Von der Anzahl der Fahrgäste her dürfte sich der Vergleich gar nicht so sehr unterscheiden.

Vielmehr kann man daran erkennen, dass „unrentable“ Nebenstrecken kaum bedient oder überhaupt eingestellt werden. Leider, denn in einem „reichen Land“ als das wir so oft bezeichnet werden, sollten die öffentlichen Transportmittel nicht unbedingt überall und um jeden Preis kostendeckend sein müssen, sondern dem Bedarf der Bevölkerung angepasst sein.

Und wenn zu den größeren Betrieben wieder ein „Schichtbus“ fahren würde, wie früher z.B. zur VOEST oder zur Bauknecht, dann wäre das nicht nur ein wertvoller Dienst am Volk, sondern auch ein großer Beitrag zur Entlastung der Umwelt. Natürlich müsste dabei auch der Fahrplan mit „Hirn und Logik“ aufgestellt werden.
Weil dann die Mitarbeiter nicht mit dem privaten KFZ pendeln müssten und dazu noch sicherer und kostengünstiger unterwegs sein könnten. Und dann wären unsere Züge und Busse wieder das, was sich der Bürger darunter vorstellt.
Betriebe, die in Erster Linie für die Menschen im Land da sind. Auch wenn dabei kein Gewinn zu erzielen ist. Das sollten wir ÖsterREICHER uns leisten können, aber diese Firmen gehören uns ja nur mehr zu Prozentsätzen.

Otto S.

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