Wir sind ja Alle so cool und easy

Wir sind ja Alle so cool und easy Ottocomic
Es steckt wirklich eine Seuche in unserer Muttersprache.

Eigentlich ähnlich wie das unnötige, aber extrem hartnäckige Corona Virus.
Die Rede ist von der Unart, viele Wörter und Begriffe aus dem englischen Wortschatz zu verwenden und beliebig (und sinnlos) in die Deutsche Sprache und Rechtschreibung einzuflechten.
Die ältere Generation hatte für so etwas noch den Begriff:
„Des is jetzt owa a wengl bemisch“.
Wenn etwas nicht klar und deutlich artikuliert und bezeichnet wurde, bekam man diese Kritik von unseren Eltern und Großeltern sofort „serviert“.

Heutzutage ist es scheinbar normal, möglichst viel Kauderwelsch zu fabrizieren, um aktuell, intelligent, lässig, gebildet und modern bei Kunden, Konsumenten, Firmengruppen und Mitarbeitern „anzukommen“. Aber auch im privaten Bereich ist es „cool“ und „easy“, wenn man möglichst viele „D-englische“ Ausdrücke verwendet. Auch bei jenen, die der Deutschen Sprache gar nicht besonders mächtig sind.

Ein kurioses Beispiel liefert eine ganzseitige Werbeeinschaltung vom Land Steiermark in manchen Printmedien.
„Am Puls der Region“, bzw. um „Mut für morgen“ wirbt man mit dem absolut unsinnigen Slogan
WE'LL be BACK !!!!
Mit dem Untertitel: Mit mehr Sinn für das Regionale!!!!!
Und das unter dem Logo des Landes Steiermark.
Guten Morgen liebe Verfechter des Heimatlichen, Regionalen und Unverfälschten, die ach so am „Puls der Region“ sein wollen.
Und es zieht sich durch alle Bereiche des täglichen Lebens:

Das gibt’s die Summerschool oder es wird wegen Corona gescreent, Webcams zeigen unsere schöne Heimat, der Summersale ist auch schon im Gange, im Sommer gibt’s Workshops unter der Bezeichnung Campus next Generation, bei cilligen Events gibt’s Beaf, 8 Stunden im Smooker geräuchert mit mildem Cole Slaw oder einen coolen E-Trial Parcourcs und das neue Bad wird mit Black is back beworben.

Auch In einer Wochenzeitung gefunden:
Eine Diätologin wirbt mit EAT GOOD – FEEL GOOD mit regionalem Superfood.
Diese Liste könnte man beliebig fortsetzen, oder eine Art „neudeutsches“ Wörterbuch damit füllen.
Da darf man sich nicht wundern, wenn es im Staatsfunk ORF schon „Nachrichten in einfacher Sprache“ geben muss.
Genau in dem verstaatlichten Unternehmen, das wegen blinder Gehorsamkeit in Bezug auf den „Genderwahn“ Nachrichten und Berichte derartig „zergendert“, dass der Inhalt teilweise wirklich nicht mehr leicht zu verstehen ist.
Und still und leise verschwindet zur gleichen Zeit unsere ureigenste Muttersprache (gehört dieser Begriff eigentlich nicht auch gegendert?), der Dialekt.
Eine Sprache, die vielfältiger nicht sein könnte und in jedem Tal, in jedem Dorf andere Varianten für dieselben Begriffe findet.

Vielleicht sollte dieser Teil der „Allgemeinbildung“ auch seinen Platz im Lehrplan der Schulen finden.

Otto S.

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