Positiver Test: Fischgericht mit Maske

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Kollege Fred stellt in seinem aktuellen Artikel die Frage, Maske oder nicht Maske in Österreich.


Zur selben Zeit machte ich die Probe aufs Exempel und unternahm einen Kurztrip nach Grado im schönen Venetien. Wie risikoreich ist der Aufenthalt dort? Und wir wurden schon bei der Ankunft im Hotel angenehm überrascht. Mit einem unaufgeregten, aber doch konsequenten Sicherheitskonzept, dem sich eigentlich alle Anwesenden ohne Murren angepasst haben. Das funktionierte im Prinzip so, wie bei uns in Österreich VOR dem letzten Schwung an Lockerungen.

In öffentlichen Räumen wird Maske getragen.
Beim Eintreffen tragen alle Gäste ihre Masken. Auch das Personal. Die Menschen untereinander waren erstaunlich flexibel bei der Einhaltung des „Respektabstandes“, um nicht wieder den Elefanten ins Spiel zu bringen. In jedem Eingangsbereich sind Desinfektionsmittel-Spender bereitgestellt. Und auffällig war, dass es – im Gegensatz bei uns daheim – keine Drängeleien oder andere Ungeduldige Aktionen gab.

Auf der Straße weichen die Passanten einander wie selbstverständlich aus und warten an Engstellen, um einander nicht zu nahe zu kommen. Und das bei den angeblich so heißblütigen und quirligen Italienern!
Viele Menschen verwenden den Mund-Nasenschutz auch im Freien und sogar beim Radfahren wird er trotz 30ˆ getragen. Was sicher nicht vorgeschrieben ist, aber auf die hohe Bereitschaft zu einem sorgsamen Miteinander weist.
Sind die Italiener so ängstlich oder einfach vernünftiger als wir „daheim“?

In den Gastgärten waren die Tische weiter auseinandergestellt, oder einfach mit großen Blumenstöcken „belegt“, wenn der Abstand vom Personal als zu gering erachtet wurde.
Nach jedem Wechsel gingen die Kellner mit Sprühflaschen und Küchenrollen an den Tischen und Sesseln zu werke.

Beim Frühstück wurden Kaffee, Tee, Schinken, Käse, Frühstückseier oder Sonderwünsche an den Tisch serviert. Früchte, Müsli, Säfte, Aufstriche, Brot und Gebäck waren am Buffet zu holen.
Den Strand haben wir allerdings nicht „getestet“, sondern uns für einen Tag ein Boot gemietet, um die Lagune ausgiebig zu erkunden und dort das Meer zu genießen – ohne Elefant und Maske.

Was sich nicht geändert hat:
Der frische Fisch und die Meeresfrüchte, die Holzofenpizza, die Spagetti und der Vino Rosso genauso wie das Birra alla Spina schmeckten wie jedes Jahr einfach köstlich. Die Maske wurde schon beim Eintreten in einen Speisebereich durch die verführerischen Gerüche sehr befeuchtet, weil spontan erhöhter Speichelfluss auftritt und kaum in Zaum zu halten ist.

Was aufgefallen ist:
Viele Lokale, Beherbergungsbetriebe und Geschäfte sind auch jetzt in der Hochsaison geschlossen und werden es vermutlich auch bleiben.
Der Gästeandrang hält sich (noch) in Grenzen, was die Qualität des Urlaubes um mindestens „einen Stern“ erhöht. Aber den sehr bemühten Gastronomen, Eisverkäufern, Bootsvermietern und anderen im Tourismus tätigen Menschen Sorgenfalten auf die Stirn drückt.
Doch es wäre nicht Italien, wenn nicht ein freundliches Lächeln oder ein optimistisches „tutto bene“ dazukommen würde. Der imaginäre Grenzübergang nach Italien und auch wieder zurück nach Österreich war übrigens absolut problemlos. Keinerlei Stau oder Fiebermessen und keine Exekutive.

Otto S.

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