Paul Pizzera ein Dialektfeuerwerker?
- verfasst von Alfred Stadlmann
- Panoptikum
als der Deutschlandsberger Kabarettist Paul Pizzera zweimal die Bühne betrat. Warum zweimal?
Nun, weil er es kann und weil er den Applaus liebt. Und dann schnappte sich Pizzera seine Klampf´n (Stromgitarre) und erzählte vokalvirtuos aus seinem Leben.
Das Publikum tobte. Vom ersten Sichtkontakt an hatte der sympathische Bursche den Saal in der Hand, von der ersten Reihe bis hinauf zum Balkon. Zeitweise gab es Applaus, dass die Halle bebte, so etwas erlebt man nicht oft in Liezen.
Ich muss gestehen, ich kannte diesen Ausnahmekabarettisten nicht, ging also unvoreingenommen zu dieser Veranstaltung und verließ sie mit rot geränderten Augen.
Wie der junge Mann aus der Weststeiermark auf der Bühne seine G´stanzln sang, war mitunter von einer Zungenfertigkeit gekrönt, dass man genau hinhören musste, wollte man die Pointen nicht versäumen. Wie aus einem Maschinengewehr abgefeuert, flogen Worte und Sätze in den Saal und hämmerten aufheiternd auf das Liezener Publikum ein, das, von Pizzeras musikalischer Virtuosität begeistert, viel Applaus spendete. Unnachahmlich und sehr erheiternd sein Dialekt, mit dem er sein Feuerwerk an Pointen abbrannte.
Sätze wie „Je höher die Absätze, desto kürzer die Hauptsätze oder Wer nicht genießt, wird ungenießbar ", benutzte der Spaßbarde so zwischendurch als erweiterte Zwerchfellmassage.
Paul Pizzera ist ja längst kein Nonamekabarettist mehr und er wird mir verzeihen, dass ich ihn bis Donnerstagabend nicht kannte. Das hat er mit seinem fulminanten Auftritt im Liezener Kulturhaus geändert.
And by the Way: „Ich habe den Auftritt genossen!"
Mehr Pizzera auf: www.paulpizzera.at



