Bundespräsidenten- Qual rückt näher
- verfasst von
- Panoptikum
Lauter unabhängige Spezialisten, die das Letzte für unsere Republik geben werden, wenn man sie nur lässt.
Und was sie nicht alles in Ausübung des begehrten Amtes unternehmen würden.
Unter anderem würden Einige gewisse Wahlergebnisse bei den nächsten Nationalratswahlen nicht akzeptieren, das heißt die Regierungstruppe nicht angeloben.
Das würde aber auch bedeuten, dem Wählerwillen nicht Folge zu leisten. Machtausübungsandrohungen also schon im Vorfeld. Man bedenke, dass dem Österreichischen Bundespräsidenten formal auch das Bundesheer unterstellt ist.
Und der von uns allen zwangsgesponserter ORF mischt natürlich auch kräftig mit, indem man dort eine Vorselektion trifft und einem der Anwärter kurzerhand die Fähigkeiten abspricht und nicht zum Gespräch für alle Kandidaten einplant. So praktiziert man Objektivität und Fairness im Staatsfunk.
Und dann der noch in Amt und Würden befindliche Dr. Fischer. Er gibt den Anwärtern jovial Tipps und gute Ratschläge. Und er fetzt noch schnell von einem zum anderen für Österreich lebenswichtigen Staatsbesuch. Kuba, Russland und was weiß ich noch. Man hat fast das Gefühl, dass der Gute noch Altlasten aufzuarbeiten hat, bevor er das geliebte Feld räumen muss (mit seiner Gattin raus aus dem so lieb gewonnenen Lebensstil und seinen vielen Vorteilen).
Aber vielleicht hat er ja noch eine Minichance, UHBP.
Man stelle sich einmal vor, die Mehrheit der Urnengeher würde aus irgendwelchen nicht erklärbaren Gründen den vom ORF verschmähten Baumeister wählen!
Wie lange würde es wohl dauern, bis aus ebenso unerklärlichen Gründen irgendwelche besorgten Regierungsmitglieder fordern würden, dem auf dem politischen Parkett gänzlich unerfahrenen Alleinunterhalter des Opernballs Beistand in der Person des „Altpräsidenten Fischer“ (samt Gattin als Personalcoach für „Spatzi“, Mausi“ oder andere First Ladys) zu gewähren? Stand so eine ähnliche Variante nicht schon einmal zur Diskussion in der Regierung?
Oder wäre doch der unabhängige Grüne Kettenraucher die bessere Variante? Vielleicht eine Chance für die fast schon kriminalisierten Nikotinabhängigen unter den Bürgern, wenn der Erste Mann im Staate diese (fürs Budget gewinnbringende) Sucht wieder salonfähig machen würde und das kommende, diktatorisch generelle Rauchverbot wieder kippen würde?
Die Mehrheit der Gasthausbetreiber und ihre Stammgäste würden ung'schaut das Kreuzerl drunter setzen.
Blöd könnte nur werden, wenn vor lauter Menschenliebhaberei plötzlich der Staat Österreich von seinem eigenen Präsidenten zu Gunsten einer großen Europäischen Einheit aufgelöst werden solle.
Die nächste Möglichkeit wäre, einen der beiden Altspatzen der Regierungsparteien ins wohlverdiente „Gnadenbrot“ zu wählen, um den Pensionsschock zu mildern. Politische Erfahrung und große Routine im Reden ohne viel zu verraten hätten Beide zur Genüge. Und repräsentative Erscheinungen wären sie allemal.
Dann bliebe noch der „Jungspatz“ aus dem Lager jener Partei, der es anscheinend nicht möglich ist, den ihr anhaftenden braunen Mief konsequent loszuwerden. Da wird natürlich sofort der Klotz der unseligen, aber immer wieder gerne und bei jeder Gelegenheit hervorgeholten radikalen rechten Szene ans Bein gehängt, um die Angst der Bürger und das Misstrauen der restlichen EU Staaten ein wenig zu schüren.
Man könnte aber auch endlich eine First Lady in Form einer sehr gesetzeskundigen Oma wählen. Sie würde dem Trend der so (un)entbehrlichen Frauenquote voll entsprechen. Ob das allerdings dazu beitragen könnte, wirklich wichtige Veränderungen für Frauen zu erreichen (gleiche Entlohnung bei gleicher Qualifikation für Frauen und Männer), lässt sich eher bezweifeln.
Und je mehr man darüber nachdenkt, wer nun wohl die beste Wahl für unsere Republik wäre, umso mehr Zweifel kommen auf, ob wir uns überhaupt so eine Institution Präsident gönnen sollen. Der „Erste Mann im Staate“ kann vielleicht nicht viel bewirken, aber um Schaden anzurichten reicht es allemal.
Verhindern kann man den nächsten Präsidenten nicht, also gehen wir hin und quälen wir unser Hirn, um eine akzeptable Entscheidung für uns und unser schönes Land zu treffen.
Nicht wählen gehen wäre aber die schlechteste Art, seinen Unmut oder die Unzufriedenheit auszudrücken, meint Otto S.



