Ab 7.10 arbeiten Frauen gratis!
Equal Pay Day – ab 7. Oktober arbeiten Frauen – statistisch gesehen – bis zum Jahresende „gratis".
Der Equal Pay Day ist jener Tag, ab dem Frauen – statistisch gesehen – bis zum Jahresende „gratis" arbeiten, während Männer für ihre Arbeit weiter bezahlt werden.
Dieser Termin wird jedes Jahr neu berechnet. Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männer beträgt derzeit 22,7 %. Diese Differenz wird in Tagen umgerechnet.
Der bundesweite Equal Pay Day findet heuer am 10. Oktober statt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Verbesserung von zwei Tagen – das heißt - dass wieder ein kleiner Schritt zum Schließen der Lohnschere erreicht wurde.
Die Lohnschere schließen!
Wir wollen die Lohnschere schließen. Die Einkommenstransparenz soll weiterentwickelt werden. Notwendig ist auch eine bessere Anrechnung von Elternkarenzzeiten in den Kollektivverträgen. „Um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erreichen, investiert die Regierung eine dreiviertel Milliarde Euro in den Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagsschulen. Nur wenn es ein flächendeckendes Angebot an Kinderbetreuung auch für die unter 3-Jährigen und ein ausreichendes Angebot an Ganztagsschulen gibt, können Frauen und Männer ihr Berufs- und Familienleben unter einen Hut bringen", so SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.
Über das Thema Gehalt offen reden
„Wichtig ist, dass das Thema offen angesprochen wird. Wenn die Zahlen offen am Tisch liegen, können die Unterschiede am ehesten erkannt und behoben werden. Wenn Frauen über ihre Möglichkeiten Bescheid wissen, können sie selbstbewusst ein faires Gehalt fordern", so Heinisch-Hosek.
Verpflichtende Einkommensberichte:
Unternehmen mit mehr als 150 ArbeitnehmerInnen sind verpflichtet, all zwei Jahre einen Einkommensbericht zu erstellen – dieser legt die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern offen. Für BetriebsrätInnen ist es ein gutes Instrument, um sich im Unternehmen für eine faire Lohnpolitik einzusetzen.
Gehaltsangaben in Stelleninserate: In Stelleninserate müssen die Betriebe angeben, wie hoch der jeweilige kollektivvertragliche Mindestlohn ist und ob für die ausgeschriebene Stelle mehr bezahlt wird. Gehaltsrechner: Mit dem Gehaltsrechner, der von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek initiiert wurde, haben Frauen und Männer die Chance nachzurechnen, ob sie ein faires Gehalt bekommen.
Aktion der SPÖ-Frauen - Auch Frauen tragen am Equal Pay Day Krawatte
Unter dem Motto „Lohnschere schließen" veranstalteten die Regionalfrauen am Donnerstag, 02. Oktober eine Straßenaktion. „Frauen haben ein Recht auf ein Einkommen, von dem sie auch leben können", so Bundesrätin Johanna Köberl – „Frauen und Männer sollen beim Lohn endlich gleichberechtigt sein." Neben interessanten Gesprächen mit der Regionalfrauenvorsitzenden, Bundesrätin Johanna Köberl, wurden beim Informationsstand einige Materialien ausgeteilt.
Die Frauen machten mit der Aktion „Auch Frauen tragen am Equal Pay Day Krawatte", bei den vorbeigehenden Damen und Herren auf die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männer aufmerksam.



