Unser Wasser ist unser Leben

NAbg. Mario Lindner, NAbg. Julia Herr, Bgm. Andrea Freisinger und NAbg. Wolfgang Moitzi © BLO24 NAbg. Mario Lindner, NAbg. Julia Herr, Bgm. Andrea Freisinger und NAbg. Wolfgang Moitzi
SPÖ Liezen fordert Schutz vor Profitinteressen

SPÖ Bezirk Liezen warnt vor den Folgen von Klimakrise und Trockenheit – Trinkwasser müsse dauerhaft in öffentlicher Hand bleiben. Gemeinden brauchen mehr Unterstützung für Quellen, Speicher und Leitungsnetze.

SELZTHAL. Wasser ist Leben. Es entspringt unseren Bergen, speist Quellen und Bäche und kommt für die meisten Menschen ganz selbstverständlich aus dem Wasserhahn. Doch genau diese Selbstverständlichkeit könnte in Zukunft immer stärker unter Druck geraten. Längere Trockenperioden, große Hitze und Wetterextreme zeigen auch in Österreich, wie kostbar die Ressource Wasser ist.

Für die SPÖ im Bezirk Liezen ist deshalb klar: Unser Wasser muss geschützt werden – als öffentliches Gut und als Lebensgrundlage für kommende Generationen. Bei einem Pressegespräch in Selzthal rückten Vertreterinnen und Vertreter aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik die Zukunft der Trinkwasserversorgung in den Mittelpunkt.

„Wasserhahn auf – sauberes Trinkwasser da“

Nationalrat Mario Lindner machte deutlich, dass eine sichere Wasserversorgung keineswegs selbstverständlich sei. Gerade die Obersteiermark sei reich an wertvollen Wasserressourcen. Dieser Reichtum müsse jedoch verantwortungsvoll bewahrt werden.

Hinter jedem Glas frischem Trinkwasser stünden Quellen, Schutzgebiete, Leitungsnetze, Speicher und jahrzehntelange Investitionen der öffentlichen Hand. Deshalb dürfe Wasser niemals zu einer Ware werden, bei der wirtschaftliche Interessen über die Versorgung der Menschen gestellt werden.

„Eine sichere Trinkwasserversorgung gehört zur öffentlichen Grundversorgung und ist eine der wichtigsten Zukunftsfragen unserer Gemeinden. Wasser darf nicht zum Spekulationsobjekt werden, sondern muss für die Bevölkerung langfristig gesichert bleiben. Wasserhahn auf – sauberes Trinkwasser da“, betonte Lindner.

Julia Herr: „Wasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage“

Für die SPÖ-Umweltsprecherin im Nationalrat, Julia Herr, gehören Klima- und Wasserschutz unmittelbar zusammen. Sinkende Grundwasserstände, längere Trockenphasen und zunehmende Wetterextreme seien Warnsignale, die ernst genommen werden müssten.

Die SPÖ fordert daher eine österreichweite Wasserstrategie, eine klare Priorität für die Trinkwasserversorgung und die rasche Umsetzung eines Wasserentnahmeregisters. Damit soll transparent werden, wo und in welchem Umfang große Mengen Grundwasser – etwa von Unternehmen oder landwirtschaftlichen Großbetrieben – entnommen werden.

„Die Zeiten, in denen sauberes Trinkwasser praktisch unbegrenzt zur Verfügung steht, sind vorbei. Um die Wasserversorgung nachhaltig zu schützen, brauchen wir transparente Informationen über den Wasserverbrauch großer Agrarbetriebe und Unternehmen“, erklärte Herr.

Für sie steht fest: „Wasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. Wir brauchen klare Regeln, Transparenz und den Vorrang der öffentlichen Versorgung. Wer Klimaschutz ernst nimmt, muss auch unsere Wasserressourcen konsequent schützen.“

Gemeinden dürfen mit dieser Aufgabe nicht alleine bleiben

Auch auf Landesebene sieht die SPÖ dringenden Handlungsbedarf. Wolfgang Moitzi fordert mehr Unterstützung für jene Gemeinden, die tagtäglich dafür sorgen, dass sauberes Trinkwasser zuverlässig bei den Menschen ankommt.

Investitionen in Quellschutz, Speicheranlagen und Leitungsnetze müssten stärker gefördert werden. Gleichzeitig brauche die Steiermark eine verbindliche Klima-, Umwelt- und Hitzeschutzstrategie sowie regelmäßige Überprüfungen der regionalen Versorgungssicherheit.

„Die Menschen spüren die Folgen der Klimakrise längst im Alltag. Gerade deshalb darf die Landesregierung nicht erst reagieren, wenn Probleme auftreten. Hitzeschutz und Wassersicherheit müssen zu einer zentralen Priorität der Landespolitik werden“, so Moitzi.

Selzthal: Verantwortung beginnt direkt an der Quelle

Wie viel Arbeit hinter einer sicheren Wasserversorgung steckt, zeigte Bürgermeisterin Andrea Freisinger am Beispiel Selzthal. Sie präsentierte die gemeindeeigene Wasserversorgung und berichtete über Investitionen sowie die Herausforderungen bei der langfristigen Sicherung von Quellen, Leitungen und Schutzgebieten.

Besonders eindringlich verwies Freisinger auf Prognosen, wonach in den kommenden Jahrzehnten mehr als 470 österreichische Gemeinden von Wassermangel betroffen sein könnten. Schon heute gebe es Gemeinden, in denen aufgrund anhaltender Trockenheit zeitweise Maßnahmen zur Einschränkung der Wasserversorgung notwendig würden.

„Die Trinkwasserversorgung ist ein zentraler Teil der Daseinsvorsorge. Hier leisten die Gemeinden Tag für Tag Enormes. Umso notwendiger ist es, Gemeinden bei der Sicherung ihrer Wasserversorgung zu stärken“, betonte Freisinger.

Was heute geschützt wird, löscht morgen den Durst unserer Kinder

Zum Abschluss besichtigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Quelle und das Quellstüberl der Gemeinde Selzthal. Dort wurde sichtbar, worum es bei der politischen Diskussion letztlich geht: um eine Ressource, die durch nichts ersetzt werden kann.

Wasser kennt keinen politischen Unterschied. Jeder Mensch braucht es – jeden Tag. Gerade deshalb müsse sauberes Trinkwasser nach Ansicht der SPÖ für alle Menschen verfügbar und leistbar bleiben und dauerhaft vor Privatisierung und Spekulation geschützt werden.

Die Botschaft aus Selzthal lautet daher: Unser Wasser ist keine Ware. Es ist Heimat, Lebensgrundlage und Verantwortung zugleich – und was heute geschützt wird, soll auch morgen noch selbstverständlich aus unseren Wasserhähnen fließen.

Die Petition „Unser Wasser schützen“ der SPÖ kann online unterstützt werden:
Unser Wasser schützen – SPÖ

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