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Schwarz-Blau bringt Regionen um Lehrlinge

SPÖ-Abgeordneten Mario Lindner Foto: SIMONIS SPÖ-Abgeordneten Mario Lindner
Bezirk Liezen: Bundesregierung will integrierte Lehrlinge abschieben anstatt ernsthaft gegen Lehrlingsmangel vorzugehen

Enttäuscht zeigen sich die steirischen SPÖ-Abgeordneten Mario Lindner und Josef Muchitsch nach der heutigen Nationalrats-Debatte rund um die Lehrausbildung für AsylwerberInnen in Mangelberufen. „Wir haben dieser Regierung heute mit einem Drei-Parteien-Antrag die Chance geboten, von einem Schritt abzusehen, der nicht nur menschlich, sondern auch wirtschaftspolitisch katastrophal ist“, so Lindner und Muchitsch, „Schwarz-Blau hat aber leider bewiesen, dass sie kein Interesse an einer vernünftigen Lösung dieser Frage haben.

Es geht hier schlicht darum, dass junge Menschen im Asylverfahren Lehrstellen übernehmen, für die sich sonst keine Lehrlinge finden – sie verzichten damit völlig auf staatliche Unterstützung und leisten stattdessen selbst Beiträge. Dass ÖVP und FPÖ hier gegen den Willen hunderter Unternehmer auf Abschiebungen setzen und gleichzeitig in Drittstaaten nach Lehrlingen suchen ist einfach nur widersinnig!“

ÖVP und FPÖ stellen sich mit diesem Schritt klar gegen den breiten Wunsch der Sozialpartnerschaft, die eine konstruktive Lösung in dieser Frage eingefordert hat. Besonders klar wird das für Lindner am Bespiel der Sozialpartner im Bezirk Liezen. Dass in einer namentlichen Abstimmung beispielsweise auch die Liezner ÖVP-Abgeordnete Krenn, selbst stv. Spartenobfrau Tourismus der WK Steiermark, gegen einen menschlich und wirtschaftspolitisch vernünftigen Weg gestimmt hat, findet er besonders enttäuschend. „Unsere Region zeigt glasklar auf, um welches Problem es hier geht: Von den rund 1.000 AsylwerberInnen in Lehre finden sich 20 in Liezen – 19 von ihnen arbeiten in Gastronomiebetrieben, die sonst keine Lehrlinge gefunden haben“, so Lindner.

Muchitch betont: „Die ÖVP und ihre Abgeordneten stellen sich genauso gegen regionale Betriebe und deren Lehrlinge, wie gegen die hunderten Unternehmen, die österreichweit junge Asylwerber in Ausbildung bringen.“ Gleichzeitig wurde seitens der FPÖ in der heutigen Nationalratsdebatte Einrichtungen wie Caritas und Diakonie, die sich als Integrationsmaßnahme um Lehrplätze für AsylwerberInnen bemühen, unterstellt dass sie daran mitarbeiten, den Rechtsstaat auszuhebeln. „Das Vorgehen dieser Regierung ist traurig und enttäuschend.

Es schadet unserem Land und auch unserer Region. Vor allem aber sollte kein Vertreter von ÖVP oder FPÖ in Zukunft noch einmal den Lehrlingsmangel in unserem Land beklagen oder von einem menschlichen Umgang miteinander reden“, so Lindner und Muchitsch abschließend.

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