Vielleicht ist es ein Hilferuf der Natur?

Vielleicht ist es ein Hilferuf der Natur? Foto: ejaugsburg
Bezirk Liezen: Woher das Virus kommt und was es genau ist, können Wissenschaftler und Ärzte besser erklären.


Fakt ist, dass wir momentan alle im selben Boot sitzen. Nur leider nicht, um einen wunderbaren Segeltörn zu machen. Vor Kurzem stand ich, im Vorraum zum Finanzamt unter Wahrung des Sicherheitsabstandes, hinter einem Mann, der plötzlich sagte: „Vielleicht wurde uns das Virus von Mutter Natur geschickt, um sich endlich einmal von unseren Untaten an ihr zu erholen.“

„Vielleicht“, antwortete ich und zuckte mit den Schultern, um nicht in eine Diskussion über Klimapolitik und Fehlverhalten der Menschheit hineingezogen zu werden. Er durfte dann ins Amt vortreten und ich wartete weiter vor der Tür. Während ich wartete, ging mir durch den Kopf, dass es der Natur tatsächlich nicht ungelegen kommt, wenn die meisten Menschen zuhause sitzen und nur vereinzelt zu Einkäufen oder Spaziergängen hinausgehen.

Anhand von Satellitenbildern aus China war wenige Wochen nach Ausbruch der Krise klar zu erkennen, dass sich der Smog über einigen Metropolen aufgeklart hatte. Daten des ESA-Satelliten Sentinel-5P zeigen eine deutliche Verminderung der Stickoxide in der Atmosphäre. Diese Stickoxide stammen vornehmlich aus Abgasen von Verkehr, Kraftwerken und Fabriken. Letzten Meldungen aus Venedig zufolge, hat sich dort die Wasserqualität in den Kanälen deutlich sichtbar gebessert. Und die BBC berichtet, dass in New York derzeit 50 Prozent weniger Kohlenmonoxid in der Luft gemessen würden.

Würden wir Menschen es im Alltag langsamer angehen, wäre eine Genesung der Natur nur eine Frage der Zeit. Greta Thunberg würde diese Zeile wohl bedenkenlos unterschreiben.

Leider ist dieser fromme Wunsch mit einer florierenden Wirtschaft, die Arbeitsplätze schafft und so Menschen ein weitgehend finanziell sorgenfreies Leben ermöglicht, wohl nicht vereinbar. Dennoch sollten wir zumindest, bzw. die Denker und Lenker an den Steuerständen der Staaten, darüber nachdenken, ob wir nach Corona mit der gleichen oder sogar gesteigerten Marschzahl, durchstarten wollen.

„Vielleicht“, denke ich gerade, „vielleicht wäre es besser, da und dort ein wenig zu bremsen und mit ein wenig Verzicht trotzdem ein gutes Leben zu führen. Ich habe mir vor langer Zeit angewöhnt, den Zucker in meinem Kaffee wegzulassen. Am Anfang war es schwer, aber mittlerweile schmeckt er mir und ich kann gut auf Zucker verzichten. Ist vielleicht ein doofer Vergleich, aber wir sollten mal darüber nachdenken, wie wir unser Leben nach CORONA weiterführen wollen. Zeit haben wir ja. Denn vorerst bleiben die Maßnahmen und Ausgangsbeschränkungen bis 13. April aufrecht.“

Bleiben Sie bitte Zuhause und wahren Sie bei Besorgungen unbedingt einen Sicherheitsabstand von mindestens 1 Meter. Bleiben Sie gesund!

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