Falsche Goldprofis auf Steiermark-Tour
- verfasst von BLO24
- Steiermark
In der gesamten Steiermark sind derzeit betrügerische Gruppen unterwegs, die sich als vermeintlich seriöse Ankäufer für Pelze, Gold und Antiquitäten ausgeben. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche, bei der die Täter gezielt versuchen, Schmuck und Edelmetalle weit unter dem tatsächlichen Marktwert zu erwerben. Besonders ältere Menschen geraten dabei ins Visier der Kriminellen.
Am Freitag, dem 28. November 2025, erhielt die Polizei im Bezirk Liezen einen Hinweis auf eine entsprechende „Ankaufsveranstaltung“ in einem Café. Obwohl bisher keine konkreten Opfer identifiziert werden konnten, mahnt die Exekutive zu erhöhter Vorsicht – der Verdacht liegt nahe, dass ähnliche Betrugshandlungen bereits andernorts stattgefunden haben.
So funktioniert die Betrugsmasche
Die Täter werben über Postwurfsendungen oder ausgelegte Flugzettel für angebliche „Ankaufstage“ in Cafés, Gasthäusern oder Hotels. Vor Ort treten sie seriös, gepflegt und professionell auf, um Vertrauen zu erzeugen.
Mitgebrachte Pelze oder Antiquitäten werden zwar begutachtet, jedoch fast immer abgewertet oder abgelehnt. Anschließend lenken die Täter das Gespräch gezielt auf Gold und Schmuck – ihr tatsächliches Ziel. Dabei werden die realen Goldpreise meist verschwiegen, um die Gegenstände zu einem Bruchteil ihres Wertes zu ergattern. Besonders ältere Menschen werden häufig bewusst manipuliert und unter Druck gesetzt.
Polizei rät zu besonderer Vorsicht
Bei Kontrollen kam ans Licht, dass sich die Beteiligten oft hinter scheinbar gültigen Gewerbeanmeldungen verbergen. Immer wieder finden sich jedoch einschlägige Vorstrafen oder polizeiliche Vormerkungen.
Die Polizei empfiehlt daher:
Vorsicht bei Postwurfsendungen, die kurzfristige „Ankaufstage“ bewerben.
Niemals Schmuck oder Gold ohne vorherige fachkundige Bewertung aus der Hand geben.
Keine Entscheidungen unter Druck treffen – Seriöse Händler drängen nicht.
Echte Goldankäufer arbeiten transparent, nennen aktuelle Preise und koppeln Geschäfte nicht mit wertlosen Pelzen oder ähnlichen Gegenständen.
Anzeige erstatten – ohne Scheu
Wer dubiose Angebote erhalten hat oder selbst betroffen ist, sollte umgehend Anzeige bei der nächstgelegenen Polizeiinspektion erstatten. Betroffene müssen sich keinesfalls schämen: Die Täter arbeiten professionell und nutzen gezielt manipulative Methoden.
Jede Meldung hilft den Ermittlern, Tätergruppen rascher zu identifizieren, weitere Straftaten zu verhindern und mögliche Geschädigte zu schützen. Kommt es zu einer Ausforschung, besteht im Zuge eines Strafverfahrens mitunter sogar die Chance, verlorenes Geld zurückzuerhalten.
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