Steiermark setzt auf Energie, Innovation und Stärke

Mag. Hanno Lorenz, Dr. Simone Spitzer, Mag. Georg Kapsch, Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom, DI Matthias Dank und Klubobmann Lukas Schnitzer © Michaela Lorber Mag. Hanno Lorenz, Dr. Simone Spitzer, Mag. Georg Kapsch, Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom, DI Matthias Dank und Klubobmann Lukas Schnitzer
Manuela Khom fordert beim Wirtschaftsforum mutige Weichenstellungen für Wachstum und sichere Jobs


Mit klaren Botschaften zur wirtschaftlichen Zukunft der Steiermark hat das Wirtschaftsforum des Landtagsklubs der Steirischen Volkspartei am Mittwoch in der Helmut-List-Halle in Graz starke Akzente gesetzt. Rund 350 Gäste aus Wirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Politik folgten der Einladung – darunter auch Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl, der US-Botschafter Arthur G. Fisher sowie zahlreiche nationale und internationale Expertinnen und Experten.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom stellte in ihrer Grundsatzrede sieben zentrale Handlungsfelder vor, die aus ihrer Sicht über die wirtschaftliche Zukunft des Landes entscheiden werden. „Die Wirtschaft ist ein Schicksalsthema für unsere Steiermark“, betonte Khom. Es gehe darum, nicht an Strukturen der Vergangenheit festzuhalten, sondern aktiv Brücken in die Zukunft zu bauen.

Energie als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit

Im Zentrum der Ausführungen stand der Energiesektor. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten und steigender Kosten sei die Energiewende keine ideologische Frage, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Khom sprach sich klar für einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien – insbesondere Windkraft und Photovoltaik – aus und forderte zusätzliche Investitionen sowie rasche Genehmigungsverfahren. Gleichzeitig erneuerte sie die Forderung nach einer schnellen Einführung eines Industriestrompreises, um den Produktionsstandort Steiermark abzusichern.

Internationalisierung und europäische Industriepolitik

Deutliche Worte fand Khom auch zur internationalen Positionierung des Wirtschaftsstandorts. Die Steiermark müsse sich stärker vernetzen, neue Märkte erschließen und auf eine aktive Industriepolitik auf europäischer Ebene drängen. Für 2026 kündigte sie gezielte Aktivitäten in internationalen Kernmärkten sowie eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit Slowenien an. Besonders große Chancen ortete Khom in der Stahlindustrie und bei Zukunftstechnologien wie Wasserstoff.

Infrastruktur: Drehscheibe Richtung Südosteuropa

Eine leistungsfähige Infrastruktur sei Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Wachstum. Neben der Koralmbahn verwies Khom auf weitere notwendige Großprojekte, darunter den zweigleisigen Ausbau der Strecke Graz–Maribor, den Bosrucktunnel sowie die Tauern-Pyhrn/Schober-Achse. Ziel sei es, die Steiermark als zentralen Verkehrsknoten Richtung Südosteuropa zu positionieren. Auch der Flughafen Graz müsse langfristig abgesichert werden – inklusive einer stärkeren Beteiligung des Landes.

Innovation, Investitionen und digitale Souveränität

Als wirtschaftliches Herz Südösterreichs verfüge die Steiermark über enorme Innovationskraft, so Khom. Forschung und Entwicklung seien entscheidend für künftige Wertschöpfung, sowohl in urbanen Zentren als auch im ländlichen Raum. Ergänzend sprach sie sich für gezielte Investitionsimpulse aus – etwa durch einen steirischen Investitionsfonds, gespeist aus privatem Kapital.

Im Bereich der digitalen Souveränität nannte Khom autonome Mobilität, Gesundheitsanwendungen und neue Technologien als Chancenfelder. Voraussetzung dafür seien moderne rechtliche Rahmenbedingungen sowie ein enges Zusammenspiel von Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand.

Security und Defense als Wachstumssektor

Auch der Bereich Sicherheits- und Verteidigungstechnologien werde künftig an Bedeutung gewinnen. Die Steiermark verfüge bereits über Unternehmen mit Kompetenzen in Cybersecurity, Sensorik, Materialentwicklung und innovativen Antriebstechnologien. Hier brauche es insbesondere Erleichterungen beim Export.

Schnitzer: Wirtschaft sichert Wohlstand und Lebensqualität

Klubobmann Lukas Schnitzer unterstrich die zentrale Rolle der Wirtschaft für Wohlstand und soziale Sicherheit: Ein starkes Industrie- und Wirtschaftsland sei die Grundlage für Arbeitsplätze, Lebensqualität und Eigenverantwortung. Die große Beteiligung am Wirtschaftsforum zeige das breite Interesse an der Zukunft des Standorts Steiermark.

Helmenstein warnt vor fragiler Erholung

Keynote-Speaker Christian Helmenstein zeichnete ein herausforderndes Bild für Österreich und Europa. Der wirtschaftliche Erholungspfad sei fragil, offene Märkte und Innovationsbereitschaft daher entscheidend. Für die Steiermark identifizierte er unter anderem Logistik, Rechenzentren und Wasserstofftechnologien als Sektoren mit großem Entwicklungspotenzial.

In der anschließenden Podiumsdiskussion herrschte Einigkeit darüber, dass Innovation, Internationalisierung und neue Märkte zentrale Hebel sind, um steigende Kosten und volatile Rahmenbedingungen erfolgreich zu bewältigen.

Zum Abschluss betonte Khom erneut die gesellschaftliche Dimension der Wirtschaft: Arbeit sichere Selbstbestimmung, Wohlstand und den Sozialstaat. Genau deshalb werde die Steirische Volkspartei das Thema Wirtschaft 2026 ins Zentrum ihrer politischen Arbeit stellen – „weil es um die Zukunft unseres Landes geht“.

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