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Große Bühne für unsere Sicherheitshelden

Raaba, Bezirk Graz-Umgebung. – Menschen, die hinschauen, Verantwortung übernehmen und sich mit außergewöhnlichem Engagement für die Sicherheit anderer einsetzen, standen am Freitag, 2. Oktober 2026, im Mittelpunkt des Österreichischen Sicherheitspreises. Bei einem feierlichen Galaabend im Festsaal der Raiffeisen Landesbank zeichnete das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ) gemeinsam mit der Landespolizeidirektion Steiermark herausragende Persönlichkeiten, Einsatzkräfte und Projekte aus ganz Österreich aus.
Aus zahlreichen Einreichungen aus den Bundesländern wählte eine unabhängige Jury die Preisträger in insgesamt fünf Kategorien aus. Im Mittelpunkt standen außergewöhnliche Leistungen, gelebte Sicherheitspartnerschaften, digitale Sicherheit, Sicherheitsprävention sowie besondere Rettungsaktionen.
Unter den Gästen des Galaabends befand sich auch Innenminister Gerhard Karner. Durch den Abend führte die ehemalige Wettermoderatorin Christa Kummer, für den musikalischen Rahmen sorgte ein Ensemble der Polizeimusik Steiermark.
Starke Auszeichnung für das KIT Steiermark
Besonders erfolgreich schnitt die Steiermark ab. Das Kriseninterventionsteam (KIT) Steiermark mit Cornelia Forstner, Leiterin der Koordinationsstelle KIT-Land Steiermark, erreichte in der Kategorie „Außergewöhnliche Leistungen“ den ersten Platz.
Seit mehr als 20 Jahren unterstützt das KIT Menschen nach besonders belastenden Ereignissen und in akuten Krisensituationen. Allein 2025 wurden steiermarkweit 714 Einsätze absolviert.
Eine enorme Herausforderung stellte der Großeinsatz nach dem Schoolshooting dar. Innerhalb von nur 18 Tagen waren täglich bis zu 80 KIT-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter an insgesamt 82 unterschiedlichen Einsatzorten tätig. Unter der Einsatzleitung von Cornelia Forstner unterstützten haupt- und ehrenamtliche Kräfte Betroffene und Angehörige ebenso wie Einsatzkräfte und Bildungseinrichtungen.
Auszeichnung für Johannes Wonisch
Auch Johannes Wonisch von der LPD Steiermark wurde für sein langjähriges Engagement bei GEMEINSAM.SICHER ausgezeichnet. Bereits 2016 absolvierte er die Ausbildung zum Sicherheitskoordinator und war zunächst im Bezirk Südoststeiermark tätig. 2019 wechselte er zum Büro A1 GEMEINSAM.SICHER der Landespolizeidirektion Steiermark.
Zu seinen Projekten zählen unter anderem „GEMEINSAM.SICHER mit dem Kinderwurm“, „Coffee with Cops“ sowie Aktivitäten rund um Trend- und Sportgeräte. Für sein Engagement erhielt Wonisch bereits 2021 den Österreichischen Verwaltungspreis und 2025 das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich.
Innenminister Gerhard Karner würdigte die ausgezeichneten Personen als Menschen, die bereit seien, mehr zu tun, um die Sicherheit in Österreich zu erhalten und weiter zu verbessern. Gleichzeitig dankte er dem Kompetenzzentrum Sicheres Österreich für die jährliche Ausrichtung des Sicherheitspreises und die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit dem Innenressort.
Die Ergebnisse des Österreichischen Sicherheitspreises 2026
Außergewöhnliche Leistungen: Den 1. Platz holten KIT Steiermark und Cornelia Forstner für Koordinierung und Einsatzleitung beim Schoolshooting. Platz 2 ging an Philipp Stadler von der LPD Vorarlberg mit dem Projekt „Superrecognizer“. Den 3. Platz ex aequo belegten Roland Lichtenauer aus Oberösterreich für die Zusammenarbeit mit Einsatzorganisationen sowie Johannes Wonisch von der LPD Steiermark für GEMEINSAM.SICHER.
Gelebte Sicherheitspartnerschaft: Platz 1 ex aequo ging an Klaus Mits vom Bundeskriminalamt und Walter Huber mit dem Stadtpolizeikommando Fünfhaus für ihren Einsatz beim Eurovision Songcontest 2026. Den 2. Platz erreichte Anja Tropper vom Red Bull Ring für die Zusammenarbeit bei Großveranstaltungen. Platz 3 ging an Andreas Purker und das Stadtpolizeikommando Ottakring mit dem Projekt „#Ottakringer Haustor“.
Besondere Leistungen um digitale Sicherheit: Sieger wurden Sabine Wachutka und Silvia Wallner von der CyberHAK Wien mit „Be A Cyber Hero“. Platz 2 ex aequo ging an Alexander Hintz von der Holding Graz für die „Cyberresiliente Wasserversorgung Graz“ sowie Gabriel Kerbitz und weitere Beteiligte des Bundeskriminalamtes für die Ermittlungen in der Causa „CapitalMarket24“. Den 3. Platz erreichte Alexander Rapolter von der Polizeiinspektion Mank für Betrugsermittlungen.
Besondere Leistungen in der Sicherheitsprävention: Platz 1 ging an Norbert Bonfert von der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst für die Workshops „Schützenswertes Krankenhaus“. Platz 2 ex aequo erreichten Christoph Grießler vom Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung Niederösterreich mit „NEIN zu Extremismus“ sowie Helmut Tomac von der LPD Tirol mit „Sicher unterwegs mit E-Scootern und Trendsportgeräten“. Platz 3 ging an Josef Farda und den Österreichischen Zivilschutzverband für „ZIVA – Deine ZivilschutzApp“.
Rettungsaktion des Jahres: Den 1. Platz erreichte Alexander Mayr von der Polizeiinspektion Eferding für eine Rettungsaktion nach einem Verkehrsunfall. Platz 2 ging an Julia Leber vom Stadtpolizeikommando Floridsdorf für die Rettung eines Kleinkindes und eines Ungeborenen. Den 3. Platz ex aequo erhielten Thomas Widmann und weitere Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Schwaz für ihren Einsatz bei einem Wohnhausbrand sowie Klaus Drexel und weitere Mitglieder des Bergrettungsdienstes Vorarlberg für eine Rettungsaktion aus der Karrenseilbahn in Dornbirn.
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