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Polizei stoppt Busse und Schwertransporte

54 Schwerfahrzeuge kontrolliert, zahlreiche Sicherheitsmängel festgestellt und mehrere Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen: Bei einer zweitägigen Schwerpunktkontrolle auf der A2 im steirischen Ilztal zeigten angehende Schwerverkehrskontrollorgane, wie wichtig konsequente Kontrollen für die Verkehrssicherheit sind.
Im Rahmen der 12. Grundausbildung für Schwerverkehrskontrollorgane des Bundesministeriums für Inneres absolvierten 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sieben Bundesländern vom 28. September bis 9. Oktober 2026 ihre Ausbildung in Weiz und am Verkehrskontrollplatz Ilztal.
Nach sieben Tagen Theorie ging es am 7. und 8. Oktober direkt in die Praxis. Unter Anleitung erfahrener Einsatzkräfte führten die angehenden Kontrollorgane eigenständig Überprüfungen des Schwerverkehrs durch. Für die technischen Fahrzeugkontrollen stellte das Land Steiermark einen speziell ausgestatteten Prüfzug zur Verfügung.
Zwei Reisebusse wegen gefährlicher Mängel gestoppt
Besonders gravierend waren die Ergebnisse bei den beiden kontrollierten Omnibussen. An beiden Fahrzeugen wurden derart schwere technische Mängel festgestellt, dass Gefahr im Verzug bestand. Die Polizei nahm die Kennzeichentafeln ab und untersagte die Weiterfahrt. Die betroffenen Fahrgäste mussten ihre Reise mit Ersatzbussen fortsetzen.
Auch bei den vier überprüften Sondertransporten gab es erhebliche Beanstandungen. Technische Defekte, mangelhafte Ladungssicherung und Verstöße gegen behördliche Auflagen führten dazu, dass sämtliche Transporte vorläufig gestoppt wurden.
Bei den drei kontrollierten Gefahrguttransporten mussten ebenfalls zwei Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen werden: eines wegen technischer Mängel, das andere aufgrund unzureichender Ladungssicherung.
54 Schwerfahrzeuge unter der Lupe
Insgesamt überprüften die Kontrollteams während der beiden Praxistage 54 Schwerfahrzeuge. Darunter befanden sich neben gewöhnlichen Lastkraftwagen auch zwei Omnibusse, zwei Tiertransporte, drei Gefahrguttransporte, zwei Abfalltransporte und vier Sondertransporte.
Die Ergebnisse verdeutlichen, welche Gefahren durch technische Mängel und unzureichend gesicherte Ladungen im Schwerverkehr entstehen können.
20 neue Spezialisten für Österreichs Straßen
Am 9. Oktober stand schließlich die schriftliche Abschlussprüfung auf dem Programm. Alle 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestanden erfolgreich und sind damit künftig berechtigt, als Prüforgane gemäß § 58a Kraftfahrgesetz (KFG) eingesetzt zu werden.
Die neuen Schwerverkehrskontrollorgane kommen aus der Steiermark, Oberösterreich, Tirol, Kärnten, Salzburg, Wien und Niederösterreich. Vier der frisch ausgebildeten Spezialisten werden künftig in der Steiermark ihren Dienst versehen.
Das Fazit: Die Ausbildung brachte nicht nur 20 neue Fachkräfte für die österreichische Verkehrspolizei hervor. Bereits während der praktischen Schulung konnten mehrere Fahrzeuge mit gefährlichen Mängeln rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden – ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.
|
Kontrollbereich |
Anzahl |
|
Kontrollierte Schwerfahrzeuge gesamt |
54 |
|
davon Omnibusse |
2 |
|
davon Tiertransporte |
2 |
|
davon Gefahrguttransporte |
3 |
|
davon Abfalltransporte |
2 |
|
davon Sondertransporte |
4 |
|
Anzeigen betreffend Lenk- und Ruhezeiten sowie Fahrtschreibervorschriften |
233 |
|
Anzeigen technischer Mängel |
151 |
|
Anzeigen unzureichender Ladungssicherung |
28 |
|
Anzeigen im Zusammenhang mit Gefahrgut |
16 |
|
Anzeigen sonstiger Verstöße |
47 |
|
Vorläufige Sicherheitsleistungen |
77 |
|
dabei eingehobener Betrag |
Ca. 65.000 Euro |
|
Untersagungen der Weiterfahrt |
39 Fahrzeuge |
|
Abnahmen von Kennzeichentafeln |
32 Fahrzeuge |





























