Rottenmanner Triathlet glänzt bei T100-Premiere
- verfasst von BLO24
- Sport allgemein
Mit einer beeindruckenden Leistung beim Apfelland Triathlon am Stubenbergsee hat der Rottenmanner Ausdauersportler Samuel Pfusterer vom Pewag Racing Team ein weiteres Ausrufezeichen in seiner bisherigen Karriere gesetzt. Bei seiner ersten Teilnahme an einer T100-Distanz überzeugte der junge Athlet mit einer starken Gesamtvorstellung und unterstrich eindrucksvoll seine derzeit herausragende Form.
Unter insgesamt 511 Finishern kämpfte sich Samuel auf den ausgezeichneten 17. Gesamtrang vor, sicherte sich souverän den Sieg in der Klasse M-U23 und war zugleich der beste Nicht-Profi des gesamten Teilnehmerfeldes. Besonders bemerkenswert: Im Laufe des Rennens konnte er sogar mehrere Profisportler hinter sich lassen.
Die Bedingungen am Stubenbergsee verlangten den Athletinnen und Athleten alles ab. Aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen wurde die Schwimmstrecke auf 1.500 Meter verkürzt. Das kalte Wasser machte das Rennen von Beginn an zu einer besonderen Herausforderung. Nach der ersten Boje erschwerten zudem die tiefstehende Sonne und die dadurch eingeschränkte Sicht die Orientierung im Wasser erheblich. Samuel selbst sieht den Schwimmbereich weiterhin als jenen Teil des Triathlons, in dem noch das größte Entwicklungspotenzial liegt.
Trotz der schwierigen Bedingungen gelang es ihm, sich im weiteren Rennverlauf eindrucksvoll zu steigern. Vor allem auf dem Rad und in der abschließenden Laufdisziplin zeigte er seine derzeitige Stärke. Mit einer durchschnittlichen Radleistung von 315 Watt und einem Laufschnitt von 3:43 Minuten pro Kilometer präsentierte er sich auf einem äußerst hohen Leistungsniveau. Das Tempo konnte über die gesamte Distanz konstant gehalten werden. Auch die Entscheidung, sowohl auf dem Rad als auch beim Laufen ein Gilet zu tragen, erwies sich angesichts der kühlen Temperaturen als goldrichtig.
Selbstkritisch analysiert Samuel neben dem Schwimmen auch die Wechselzonen, die künftig noch gezielter trainiert werden sollen. Gerade diese Details könnten auf internationalem Niveau weitere wertvolle Sekunden bringen.
Der Erfolg am Stubenbergsee stellt eine wichtige Standortbestimmung im Hinblick auf die bevorstehenden Saisonhöhepunkte dar. Besonders hervorzuheben ist dabei die Qualifikation für die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft, die im September in Nizza ausgetragen wird. Die starke Leistung beim Apfelland Triathlon bestätigt eindrucksvoll, dass Samuel auf dem richtigen Weg ist und mit berechtigten Ambitionen in die Vorbereitung auf das internationale Großereignis gehen kann.
Dass der Rottenmanner zu den größten Nachwuchshoffnungen im österreichischen Triathlonsport zählt, bewies er bereits in den vergangenen Jahren mehrfach. Ein besonderes Highlight war sein Altersklassensieg beim Ironman 70.3 Zell am See im Vorjahr. Die aktuelle Saison zeigt jedoch, dass er nochmals einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat und sich aktuell in absoluter Bestform befindet.
Mit dem Styrian X-treme Triathlon in St. Margarethen bei Knittelfeld, den Samuel bereits in den Jahren 2024 und 2025 gewinnen konnte, sowie dem XTERRA Austria in Bad Aussee warten nun die nächsten Herausforderungen. Danach richtet sich der volle Fokus auf die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Nizza.
Die Bilanz nach der T100-Premiere fällt jedenfalls äußerst positiv aus: Radfahren und Laufen befinden sich bereits auf sehr hohem Niveau, die Form stimmt und die Richtung ist klar vorgegeben. Wenn nun auch im Schwimmen und in den Wechselzonen weitere Fortschritte gelingen, darf man gespannt sein, was auf internationaler Bühne noch möglich ist. Die Weltmeisterschaft kann kommen.



