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Weltmeister Aigner ist verliebt in die Kärntner Rallye

Die Sonderprüfungen der Lavanttal-Rallye haben es Andi Aigner angetan – Österreichs letzter Rallye-Weltmeister erwartet beim zweiten ORM-Lauf einen spannenden Fünfkampf an der Spitze.

Österreichs bislang letzter Rallye-Weltmeister, Andi Aigner, ist voller Tatendrang, die Vorfreude auf die Lavanttal-Rallye ist groß - beim zweiten Lauf zur Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft (ORM) zündet Aigner wieder gemeinsam mit der erfahrenen WRC-Copilotin Ilka Minor einen Skoda Fabia R5. Auf diesem prangt groß das Logo eines neuen Sponsors: Der neue Partner des Andreas Aigner Rally Teams heißt „Moravske Toplice“ – ein wegen seiner Thermen beliebter Kurort in der slowenischen Region Pomurje. Aigner erklärt: „Das ist eine wunderschöne Region im Nordosten Sloweniens, wo man sich perfekt in den zahlreichen Thermen erholen kann.“

Andi Aigner, der am Donnerstag die Sonderprüfungen der Lavanttal-Rallye besichtigt hat, ist ob der Strecken hellauf begeistert: „Ich bin wirklich froh, dass es diese Rallye weiterhin geben wird, denn die Prüfungen sind wirklich sensationell geil! Da kann man nur gratulieren.“

Im Gegensatz zum Saisonauftakt im Rebenland wurden hier jedoch den Piloten gewisse Grenzen gesetzt: „In die Kurven wurden Reifen gelegt, um das Cutten zu verhindern – sicher ist es schöner und homogener, wenn man ungeniert cutten kann, aber die neuen Veranstalter haben mein vollstes Verständnis. Als Veranstalter der Skoda Rallye Liezen weiß ich nur zu gut, wie teuer die Wiederherstellung solcher Strecken ist.“

Aigner fuhr zuletzt im Jahr 2010 im Lavanttal, mit einem Mitsubishi: „Damals wurden die Prüfungen zum Teil in die andere Richtung gefahren – das ist jetzt doch schon eine Zeit her, meine Erinnerung ist entsprechend begrenzt. Aber Ilka und ich konnten einen guten Aufschrieb erstellen, das passt also. Ich freue mich schon sehr auf das Fahren hier!“

Harte Schläge: „Zähne zusammenbeißen!“

Die Kärntner Sonderprüfungen haben es dem PWRC-Weltmeister des Jahres 2008 derart angetan, dass er auch mögliche Schmerzen in Kauf nimmt: „Bei der Rebenland-Rallye hatten wir auf der vierten Prüfung im Zielsprung eine wirklich harte Landung, da sind wir voll in die Dämpfer gesprungen und mein Kreuz hat da ein bisschen was abbekommen. Vorige Woche war es ziemlich hart, ich musste sogar Schmerzmittel nehmen – jetzt passt es wieder. Und wenn es ein paar Stellen gibt, wo wir Schläge abbekommen, muss ich halt die Zähne zusammenbeißen.“

Was mögliche sportliche Ziele anbelangt, möchte sich Andi noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen: „Die Konkurrenz hat sich im Vergleich zur Rebenland-Rallye nicht wirklich geändert – die Masse an R5-Autos ist etwas geringer geworden aber letztendlich werden wir wohl wieder zu fünft an der Spitze fighten: Die beiden World Rallye Cars von Hermann Neubauer und Gerwald Grössing und die R5-Boliden von Raimund Baumschlager, Niki Mayr-Melnhof und wir.“

„Kann den Start nicht mehr erwarten!“

Die Strecken könnten jedoch leicht den drehmoment- und PS-stärkeren World Rally Cars entgegenkommen: „Aus den Hügeln des Rebenlands wurden hier echte Berge, natürlich sind solche Steigungen für ein WRC leichter zu bewerkstelligen.“ Dafür wiederum fühlt sich Aigner mit den Reifen immer wohler: „Die Michelin-Reifen sollten im Lavanttal besser funktionieren, weil hier der Asphalt rauer ist und die Reifen so besser auf Temperatur kommen. Außerdem konnten wir im Rebenland den zweiten Tag dafür nützen, um weitere Erfahrungswerte mit diesen Pneus zu erlangen.“

Das Auto wird wieder vom Eurosol Racing Team Hungary eingesetzt, Andi Aigner ist voll des Lobes: „Das Auto ist wieder tiptop vorbereitet, es lief am vergangenen Wochenende bereits wieder in der ungarischen Meisterschaft. Wir konnten am Donnerstag noch einen Rollout abhalten – ein ganzer Testtag ist aus Budgetgründen derzeit einfach nicht drinnen. Aber wir sind gut aufgestellt und top motiviert. Ich kann den Rallyestart gar nicht mehr erwarten.“

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