Lassen Sie sich gerne ausspionieren?

Lassen Sie sich gerne ausspionieren? Pixabay
Kennen Sie die Vorlieben und Angewohnheiten ihrer Familienmitglieder, Verwandten, Freunde, Nachbarn?


Amazon und Konsorten schon!

Sprechen Sie noch mit ihrer Frau/Freundin oder schon mit ALEXA? Sie kennen keine ALEXA? Dann sind Sie vermutlich noch auf der sicheren Seite und haben ihre Vorlieben noch nicht an wer weiß wen kundgetan.

Laut Wikipedia ist ALEXA ein internetbasierter Intelligenter Persönlicher Assistent mit Lautsprecherfunktion des US-amerikanischen Unternehmens Amazon.com. Es gibt aber noch andere Digitale Sprachassistenzsysteme wie etwa SIRI von Apple, CORTANA von Microsoft und HELLO von Google, die ähnlich wie ALEXA ganz gierig auf unsere Daten sind.

Aber bleiben wir bei ALEXA.
Klein, röhrenförmig, schwarz und vom Nutzer an zentraler Stelle im Haus oder in der Wohnung wie beispielsweise in der Küche, im Essbereich oder Wohnzimmer platziert kann dieses kleine Teil per Sprachbefehl aktuell über 1.000 verschiedene Aktionen steuern. Dazu müssen allerdings verschiedene Apps mit dem Gerät und seinem integrierten Mikrofon verbunden werden. Durch die Verknüpfung mit dem Smartphone-Kalender lassen sich so etwa Termine planen, mit Streaming-Diensten Playlists abspielen oder mit Einkauflisten-Apps die Wochenendeinkäufe steuern. Dazu muss ALEXA laut Hersteller aber durch ein Schlüsselwort gezielt aktiviert werden.

„ALEXA!“
„Spiel mir den neuesten Song von ... oder bestell mir die DVD – Das Netz – mit Sandra Bullock.“
Das zu sagen können aber auch Kinder. Sogar ein Papagei hat schon über ALEXA bei Amazon eine Bestellung getätigt. Das allein wäre noch nicht so schlimm, vielmehr ärgerlich, wenn man den Einkauf der Kinder oder des Papageis wieder retour senden muss. Aber wenn man etwas bestellt, muss einem ja irgendwer, irgendwo zuhören und die Bestellung abarbeiten.

Ob die empfindlichen Mikrofone in ALEXA und CO. nach der Bestellung vollständig abschalten oder (vielleicht) von irgendwo aus dem Netz zum Lauschen aktiviert werden können, wer weiß das schon so genau.

Da stellen sich vorsichtige Menschen schon mal die Frage: „Ist das noch normal, wie wir mit unseren sensiblen Daten umgehen?“

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