Bunter Maskenball im Home-Office
- verfasst von Alfred Stadlmann
- Fenstergucker
Viele Bürger mit handwerklichem Geschick und dem nötigen Equipment, hauptsächlich Mädchen und Frauen, sitzen derzeit an ihren Nähmaschinen oder schwingen Nadel und Faden, um Niestücher zu schneidern. Wie wichtig dieser Schutz für unsere Mitmenschen ist, wurde in den diversen Pressekonferenzen der Regierung ja hinlänglich erklärt.
„Handwerk hat goldenen Boden!“, sagt man dafür, dass jemand, der einen handwerklichen Beruf erlernt oder ausführt, mit einer guten, finanziell abgesicherten Zukunft rechnen kann.
Ich weiß nicht, ob man diesen Spruch in diesen Zeiten und auf besagte Tätigkeiten anwenden kann oder soll. Es hängt wohl auch vom jeweiligen Menschen ab, wie er seine, für die Gesundheit im Moment so wertvolle, Arbeit honoriert sehen will. Natürlich werden derzeit auch vor den Supermärkten zum Schutz beim Einkaufen Masken verteilt, aber ich trage lieber ein Niestuch aus der Region, handgefertigt und bunt. Damit unterstützt man auch Näherinnen und ihre Familien, die es vielleicht derzeit nicht leicht haben, weil sie ihrem eigentlichen Beruf nicht nachgehen können.
Wie und wo man solch regionale und handgefertigten Niestücher (so muss man sie ja so nennen, da ein Eigenschutz beim Tragen nicht gegeben ist) erhält, ob sie einen fixen Preis haben oder für freiwillige Spenden genäht werden, kann ich hier nicht im Detail beantworten. Aber im Internet und auf Facebook gibt es einige regionale Gruppen, wo man fündig werden könnte.
Und vielleicht keimt nun bei einigen LeserInnen der Wunsch auf, es selbst zu versuchen. Stoffe und Bänder zu selbst genähte Niestücher gibt es in Liezen bei:
Bienäh
Nähzentrum Härtel
Bitte telefonisch oder via E-Mail über die Homepage Kontakt aufnehmen.
Bitte halten Sie Abstand und bleiben Sie gesund!



