Leitspital ist die einzig zukunftsfähige Lösung
- verfasst von BLO24
- Panoptikum
© Verein Pro Klinikum
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Der Verein Pro Klinikum Stainach setzt sich weiterhin mit voller Überzeugung für eine nachhaltige und qualitätsgesicherte Spitalslösung für den gesamten Bezirk Liezen ein. Zahlreiche Expertinnen und Experten haben klar bestätigt: Ein zentrales Leitspital in Stainach-Pürgg ist die einzig sinnvolle Lösung mit Zukunft.
Es ist nicht nachvollziehbar, dass ausgerechnet der größte Bezirk der Steiermark kein Leitspital erhalten soll. Der Verein richtet daher einen dringenden Appell an die FPÖ-geführte Landesregierung, den vielfach empfohlenen Plan A – Leitspital Liezen / Klinikum Stainach umzusetzen und gesundheitspolitische Entscheidungen den Fachleuten zu überlassen, statt sie parteipolitisch zu instrumentalisieren.
Plan B bedeutet Verschlechterung der Versorgung
Im von der Landes-Zielsteuerungskommission und der Landesregierung beschlossenen Regionalen Strukturplan Gesundheit Steiermark 2030 (RSG-St 2030) scheint das fertig geplante und baureife Leitspital Klinikum Stainach nicht mehr auf. Die vorgesehene Alternative – der sogenannte Plan B – stellt eine deutliche Verschlechterung der medizinischen Versorgung im Bezirk Liezen dar und wird von der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt.
Informationsfreiheitsanfrage soll Transparenz schaffen
Um Klarheit über die Entscheidungsprozesse zu erhalten, hat der Verein Pro Klinikum Stainach Anfang dieser Woche eine Anfrage gemäß Informationsfreiheitsgesetz an den Gesundheitsfonds eingebracht. Dieses Gesetz, das das frühere Amtsgeheimnis ersetzt, garantiert das Grundrecht auf Zugang zu Informationen staatlicher Stellen. Innerhalb von vier Wochen muss nun eine Antwort erfolgen – notfalls auch einklagbar vor dem Verwaltungsgericht.
Der Verein erwartet sich dadurch transparente und nachvollziehbare Informationen zu den bisherigen Vorgängen rund um das Leitspital.
Auszug aus den gestellten Fragen:
Was ist mit den während der Begutachtungsfrist eingebrachten Stellungnahmen zum RSG 2030 geschehen und wo wurden diese veröffentlicht?
Wie wird das Abgehen vom Leitspitalkonzept begründet und warum erhält nur der Bezirk Liezen kein Leitspital?
Gibt es einen Vergleich zwischen Plan A und Plan B – und mit welchem Ergebnis?
Wie ist der Stand bei Gastpatienten-Zusagen anderer Bundesländer und wie sollen entsprechende Vereinbarungen aussehen?
Übermittlung des Protokolls jener Sitzung der Zielsteuerungskommission, in der der RSG 2030 ohne Leitspital Liezen beschlossen wurde
Wie hoch sind die bereits getätigten Ausgaben für die Vorarbeiten zum Klinikum Stainach?
Wie erfolgte die gesetzliche Prüfung des RSG 2030 durch das Gesundheitsministerium und gibt es dazu ein Protokoll?
Wie geht es weiter?
Der Verein Pro Klinikum Stainach intensiviert derzeit den Dialog mit politischen Mandataren und Meinungsbildnern in allen Regionen des Bezirks. Ziel ist es, durch Information und offene Diskussion eine breite Akzeptanz für eine gute und tragfähige Lösung für den gesamten Bezirk zu erreichen.
Schließen ohne Alternativen ist unverantwortlich
Es darf nicht sein, dass bestehende Strukturen geschlossen werden, ohne funktionierende Alternativen bereitzustellen. Das Landeskrankenhaus Bad Aussee soll ab April geschlossen werden und steht dann nicht mehr für die bettenführende Versorgung zur Verfügung. Gleichzeitig gibt es weder eine verbindliche Vereinbarung mit Bad Ischl noch einen Ausbau in Rottenmann.
Wo sollen diese Patientinnen und Patienten versorgt werden?
Wo gibt es freie Kapazitäten?
Und welche Perspektiven werden dem betroffenen Personal geboten?
So darf man mit rund 80.000 Einwohnerinnen und Einwohnern nicht umgehen. Wann kommen die verantwortlichen Politiker und Gesundheitsfunktionäre endlich ihrer Verpflichtung nach, auch für den Bezirk Liezen eine adäquate, sichere und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung sicherzustellen?
Verein Pro Klinikum Stainach



