WM-Bronze für unseren Luca Kropitsch
- verfasst von BLO24
- Motorsport
Die FIM SuperEnduro Weltmeisterschaft 2025/26 ist entschieden – und für den erst 18-jährigen Luca Kropitsch aus Sankt Gallen (Steiermark) endet eine intensive Saison mit einem großen Erfolg. Mit seiner Braumandl-KTM sicherte sich der junge Österreicher in der Youth Class den hervorragenden 3. Platz in der Weltmeisterschaft und erreichte damit souverän sein selbst gestecktes Ziel eines Top-3-Ergebnisses.
Der Weg zu WM-Bronze war allerdings alles andere als einfach. Schon beim Saisonauftakt im polnischen Gliwice zeigte der von X-Grip unterstützte Pilot seine Klasse und fuhr mit zwei zweiten Plätzen direkt zum ersten Podium der Saison. Noch besser lief es beim darauffolgenden Lauf in Riesa (Deutschland): Ein Laufsieg und ein zweiter Platz brachten den umjubelten Tagessieg und Platz 1 in der Gesamtwertung – ein Auftakt nach Maß für den jungen Steirer.
Die Reise zum nächsten Rennen nach Bilbao (Spanien) wurde jedoch zum Wendepunkt. Nach einer Kollision mit einem einheimischen Fahrer stürzte Kropitsch heftig und zog sich eine schmerzhafte Schulterluxation zu. Der erste Finallauf war damit verloren und wichtige Punkte gingen verloren.
Im Medical Center reagierte der Notarzt schnell: Die Schulter wurde vor Ort wieder eingerenkt und professionell getaped. Trotz Schmerzen stellte sich Kropitsch nur wenige Stunden später dem zweiten Finallauf um 20 Uhr – und kämpfte sich noch auf Platz 4 nach vorne.
Mit den Nachwirkungen der Verletzung ging es weiter nach Budapest (Ungarn), wo mit Gesamtplatz 5 zumindest wichtige Punkte gesammelt werden konnten.
Eine kurze Rennpause kam genau zur richtigen Zeit. Sie wurde genutzt, um die Schulter auszukurieren und neue Kräfte zu sammeln – denn der Saisonendspurt hatte es in sich: drei Rennen in drei Wochen mit den Stationen Belgrad (Serbien), Newcastle (England) und Douai (Frankreich).
In Belgrad meldete sich Kropitsch mit Platz 3 eindrucksvoll zurück. Auch in Newcastle bestätigte er mit einem weiteren Podestplatz (P3) seine starke Form.
Das große Finale in Douai (Frankreich) verlangte den Fahrern nochmals alles ab. Der technisch anspruchsvolle Kurs mit massiven Reifenstapeln, Rundholz-Passagen, steilen Auf- und Abfahrten sowie schnellen Sprüngen stellte gerade für die 125-ccm-Bikes der Youth Class eine enorme Herausforderung dar.
Nach Platz 4 im Training erwischte Kropitsch einen perfekten Start und führte das Feld in Richtung erstes Hindernis – „Mr. Holeshot“ schlug erneut zu. Doch kurz darauf kam es zu einer folgenschweren Szene: Der spätere Weltmeister Wojtek Walczak wurde von hinten gerammt, verlor die Kontrolle und löste eine Kettenreaktion mit Massensturz aus, in die auch der führende Österreicher verwickelt wurde.
Zusätzlich wurde Kropitsch von dem gestürzten Deutschen Max Eppelmann samt Motorrad getroffen. Eine schnelle Weiterfahrt war zunächst unmöglich – der Traum vom Spitzenplatz im ersten Finale dahin. Mit einer beherzten Aufholjagd kämpfte sich der Steirer immerhin noch auf Platz 5 nach vorne.
Der zweite Finallauf wurde schließlich zum echten Nervenkrimi. Der Spanier Eneko Martinez, Zweiter im ersten Lauf, hatte noch Chancen, Kropitsch den dritten Platz in der WM zu entreißen.
Doch der Österreicher blieb cool, fuhr konzentriert sein Rennen und sicherte sich einen souveränen dritten Platz. Martinez kam nur auf Rang sieben ins Ziel. Damit sammelten beide Fahrer in Douai gleich viele Punkte – und Luca Kropitsch verteidigte seinen dritten Gesamtrang in der Weltmeisterschaft.
Wie es mit der Karriere des jungen Enduro-Fahrers weitergeht, steht noch nicht endgültig fest. Zunächst steht für den Steirer die Matura am BORG Eisenerz im Mittelpunkt. Schule und Ausbildung spielen für Kropitsch eine wichtige Rolle – die vielen Stunden im Transporter zu den Rennen nutzt er regelmäßig zum Lernen und zur Vorbereitung auf Prüfungen.
Angesichts der Doppelbelastung aus Spitzensport und Schule zeigt der KTM-Pilot beeindruckende Disziplin und Reife. Ein besonderer Dank gilt daher auch der Schulleitung und dem Lehrkörper des BORG Eisenerz, das seit Jahren junge Sporttalente unterstützt.
Der Erfolg wäre ohne die Unterstützung von Sponsoren, Partnern, Medien, Familie und Freunden nicht möglich gewesen. Sie alle tragen ihren Teil dazu bei, dass sportliche Träume Realität werden.
Weitere Informationen, Bilder und Updates gibt es unter: www.lucakropitsch.at



