Tennis-Sensation in Bad Waltersdorf

Tennis-Sensation in Bad Waltersdorf © GEPA
Choinski stürzt Kopriva und holt LAYJET OPEN

Steiermark: Der ungesetzte Brite Jan Choinski (ATP 227) hat die LAYJET OPEN im Sportpark Bad Waltersdorf für sich entschieden – und das auf beeindruckende Weise. Im Finale bezwang er den an Nummer zwei gesetzten Tschechen Vit Kopriva (ATP 102) mit 7:5, 6:4 und feierte damit den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere.

Choinski startete furios in das Endspiel und lag im ersten Satz rasch mit 4:0 in Führung. Kopriva kämpfte sich mit zwei Rebreaks zurück, doch beim Stand von 5:5 legte der Brite erneut zu, nahm seinem Gegner zum dritten Mal den Aufschlag ab und verwandelte nach exakt einer Stunde seinen fünften Satzball.

Im zweiten Durchgang blieb das Finale lange ausgeglichen. Bis 4:4 verteidigten beide Spieler souverän ihr Service, ehe Choinski die entscheidende Lücke fand. Mit einem Break zum 5:4 stellte er die Weichen endgültig auf Sieg und servierte nach 1:45 Stunden nervenstark aus.

„Ich habe ab der zweiten Runde wirklich sehr gutes Tennis gespielt. Jetzt will ich so viele Punkte sammeln, dass ich in Wien beim 500er in die Quali komme“, erklärte der 28-Jährige nach seinem Coup.

Der Sohn einer englischen Mutter und eines polnischen Vaters wurde in Koblenz geboren, wuchs in Deutschland auf und besitzt neben der britischen auch die polnische und deutsche Staatsbürgerschaft. Ursprünglich für den DTB aktiv, entschied er sich 2018 für den britischen Verband – „weil die Bedingungen dort deutlich besser sind“. Heute lebt Choinski in Dubai und trainiert regelmäßig bei Günter Bresnik in der Südstadt.

Sein Weg ins Finale war nicht ohne Dramatik: Bereits im Viertelfinale stand er kurz vor dem Aus, ehe er den deutschen Qualifikanten Marko Topo im Tiebreak des dritten Satzes mit 8:6 bezwingen konnte.

ÖTV-Vizepräsident Jürgen Roth zeigte sich nach der gelungenen Turnierwoche hochzufrieden:
„Wir sind extrem froh, dass sich dieses Challenger so etabliert hat. Unser Dank gilt allen Beteiligten – von den Veranstaltern bis zu den vielen Freiwilligen. Die Tennisbegeisterung in Österreich war ein wenig eingeschlafen, aber durch solche Events wird sie wieder geweckt.“

Prominente Gäste wie Super-G-Weltmeisterin Nici Schmidhofer, Ex-Teamstürmer Toni Polster, Musiker Ewald Pfleger (Opus), StTV-Präsidentin Barbara Muhr oder EU-Abgeordneter Reinhold Lopatka unterstrichen die Bedeutung des Turniers für die Region.

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