Mit Unterstützung zum Neubeginn
Ankommen im Elternsein – ein Erfahrungsbericht über Mut, Vertrauen und neue Perspektiven
Liezen: Eine ungeplante Schwangerschaft, eine psychische Vorerkrankung und ein Säugling, der kaum schlief: Als Sarah M. vor drei Jahren Mutter wurde, stand ihr Leben Kopf. Die junge Frau fühlte sich erschöpft, überfordert und zunehmend allein gelassen. Erst der Hinweis ihrer nachbetreuenden Hebamme brachte die Wende – sie empfahl Sarah, sich an die Frühen Hilfen zu wenden. Aus einem ersten Gespräch entwickelte sich eine beinahe dreijährige Begleitung durch das Team von Jugend am Werk Steiermark, die der jungen Familie Schritt für Schritt Sicherheit und Stabilität zurückgab.
Individuelle Begleitung, die entlastet
„Die Frühen Hilfen sind ein ganzheitliches, kostenloses Unterstützungsangebot“, erklärt Heike Weber, Teamleiterin der Frühen Hilfen Liezen. „Unsere Familienbegleiterinnen beraten telefonisch, in unseren Räumlichkeiten oder direkt zuhause. Wir unterstützen Eltern in belastenden Situationen, vermitteln bei Bedarf weiter und stehen bei allen Fragen rund um Schwangerschaft, Partnerschaft und Kindesentwicklung zur Seite.“
Wie wertvoll diese Unterstützung sein kann, beschreibt Sarah M. sehr persönlich: „Was mich besonders berührt hat, war die Geduld, mit der meine Familienbegleiterin auf mich eingegangen ist. Sie hat mir zugehört, mich ernst genommen und mir hilfreiche Werkzeuge gezeigt, um im Alltag wieder Halt zu finden und eine starke Mutter für meine Tochter sein zu können.“
Ein Weg hin zu mehr Sicherheit und Selbstvertrauen
Das Ziel der Frühen Hilfen ist es, Familien langfristig zu stärken. „Wir orientieren uns an den individuellen Bedürfnissen und begleiten so lange wie nötig und gewünscht – maximal bis zum dritten Geburtstag des Kindes“, sagt Weber.
Finanziert wird das Angebot von Bund, Ländern sowie Kranken- und Pensionsversicherungsträgern. In der Steiermark wird es gemeinsam von Jugend am Werk Steiermark GmbH und LebensGroß GmbH im Auftrag der Österreichischen Gesundheitskasse umgesetzt.
Für Sarah M. und ihre Tochter bedeutete diese Unterstützung vor allem eines: einen Weg aus der Überforderung hinein in ein stabiles, liebevolles Familienleben.



