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    1,95 Mio. Euro für die Sanierung und Revitalisierung


    Kampf gegen leere Ortskerne
    1,95 Mio. Euro für die Sanierung und Revitalisierung
    © ÖVP
    16. Oktober 2026

    Khom und Schmiedtbauer wollen Ortszentren wiederbeleben – mit einer neuen Förderung sollen leerstehende Gebäude saniert, regionale Betriebe gestärkt und zusätzliche Bodenversiegelung verhindert werden. Auch Gemeinden im Bezirk Liezen können profitieren.

    Leerstehende Geschäftslokale, ungenutzte Gebäude und Ortszentren, in denen immer weniger Leben stattfindet: Diese Entwicklung stellt zahlreiche steirische Gemeinden vor große Herausforderungen. Die Steirische Volkspartei will diesem Trend entgegenwirken und setzt dabei auf die Wiederbelebung bestehender Gebäude statt auf zusätzliche Verbauung.

    Mit einer neuen Ortskernförderung in Höhe von insgesamt 1,95 Millionen Euro sollen Stadt- und Gemeindezentren wieder attraktiver werden. Besonders für kleinere Gemeinden im ländlichen Raum eröffnet das neue Förderprogramm Möglichkeiten.

    Khom: „Unsere Ortskerne sollen Orte der Begegnung bleiben“

    Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom sieht lebendige Ortszentren als wesentlichen Bestandteil einer funktionierenden Gemeinde. Geschäfte, Arztordinationen, Dienstleistungsbetriebe und öffentliche Begegnungsräume sollen möglichst dort erhalten bleiben, wo die Menschen wohnen.

    „Unsere Ortskerne sollen Orte sein, an denen Menschen gerne wohnen, einkaufen, arbeiten und zusammenkommen“, betont Khom.

    Die Sanierung bestehender Gebäude soll dabei gleich mehrere Ziele erfüllen: kurze Wege im Alltag ermöglichen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und gleichzeitig Aufträge für regionale Handwerks- und Baubetriebe schaffen.

    Schmiedtbauer: „Wir müssen unsere Ortszentren stärken“

    Auch Landesrätin Simone Schmiedtbauer unterstreicht die Bedeutung der Förderung für den ländlichen Raum. Gerade kleinere Gemeinden seien auf eine funktionierende Nahversorgung und attraktive Ortszentren angewiesen.

    Ein Bauernladen, eine Arztordination oder ein gemeinschaftlich genutzter Treffpunkt könne bereits ausreichen, um einem bislang leerstehenden Gebäude wieder eine wichtige Funktion im Gemeindeleben zu geben.

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem sorgsamen Umgang mit Grund und Boden. Statt neue Flächen zu verbauen, sollen vorhandene Gebäude saniert und einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden.

    Auch für den Bezirk Liezen eine Chance

    Gerade im Bezirk Liezen, wo zahlreiche kleinere Gemeinden mit Veränderungen in der Nahversorgung und der Nutzung ihrer Ortszentren konfrontiert sind, könnte das Förderprogramm interessante Perspektiven eröffnen.

    Ob ehemalige Geschäftslokale, leerstehende Gebäude oder ungenutzte Räumlichkeiten im Ortszentrum: Werden solche Objekte wieder mit Leben erfüllt, können davon sowohl die Bevölkerung als auch die regionale Wirtschaft profitieren.

    Entscheidend wird sein, welche konkreten Projekte die Gemeinden entwickeln und zur Förderung einreichen.

    Bis zu 180.000 Euro Förderung pro Projekt

    Die neue Ortskernförderung des Landes Steiermark sieht folgende Rahmenbedingungen vor:

    • Gesamtbudget: 1,95 Millionen Euro

    • Förderhöhe: 65 Prozent der förderfähigen Projektkosten

    • Maximalförderung: 180.000 Euro pro Projekt

    • Förderberechtigt: Projekte in Gemeinden mit weniger als 30.000 Einwohnern

    • Förderzeitraum: 12. Oktober 2026 bis längstens 29. Jänner 2027

    • Voraussetzung: Sanierung und Revitalisierung bestehender Gebäude ohne zusätzliche Flächenversiegelung

    Die Zukunft der Gemeinden beginnt im Ortszentrum

    Mit dem Förderprogramm verfolgt das Land Steiermark das Ziel, bestehende Bausubstanz besser zu nutzen und Ortszentren als wirtschaftliche und gesellschaftliche Mittelpunkte zu erhalten.

    Für die Gemeinden bietet sich damit die Möglichkeit, länger ungenutzte Gebäude wieder einer neuen Bestimmung zuzuführen. Ob daraus tatsächlich lebendige Treffpunkte, neue Geschäfte oder dringend benötigte Dienstleistungen entstehen, wird von den eingereichten Projekten und ihrer Umsetzung abhängen.

    Fest steht: Die Zukunft vieler steirischer Ortszentren wird nicht allein durch Neubauten entschieden, sondern auch dadurch, was aus bereits vorhandenen Gebäuden gemacht wird.


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