Was macht eine Uhr teuer?

Was macht eine Uhr teuer? Foto: John Shelley
Österreich: Nicht nur bei unseren Nachbarn in Deutschland stehen Uhren im Trend. Immer mehr Menschen, vor allem junge Erwachsene, entdecken die Sammelleidenschaft.

Während sich der eine dabei bereits über einen Zeitmesser für ein paar Hundert Euro freut, muss es beim anderen schon mindestens ein fünfstelliger Betrag sein. Doch was macht eine Uhr eigentlich so kostspielig?

Keine Regel ohne Ausnahme
Die Gründe, warum es gerade so viele Menschen gibt, die sich für hochpreisige Uhrenmodelle interessieren, ist sicher mannigfaltig. Fakt ist, dass als Beispiel Chronographen von Omega aufgrund der Preisspanne äußerst interessant sind. So gibt es die edlen Zeitmesser aus der Schweizer Uhrenmanufaktur bereits ab 1.000 Euro. Eine große Auswahl von Omega-Uhren bei Chronext etwa lassen sich preiswert ordern – inklusive Echtheitsprüfung durch die hauseigene Meisterwerkstatt und mit 2-jähriger Chronext-Garantie garniert. Doch auch Modelle jenseits der 100.000 Euro finden einen Käufer. Was aber ist der Unterschied, der einen solchen Preis rechtfertigt?

Wie eingangs bereits angesprochen, ist der Wert einer Uhr durch diverse Faktoren bedingt. Ganz oben im Preissegment finden sich mechanische Uhren, für die schnell einmal ein sechsstelliger Betrag bezahlt wird. Für Nebenstehende eine wahnwitzige Sache, für einen Zeitanzeiger dermaßen viel Geld auf den Tisch zu legen. Vor allem, wenn dieser nicht einmal über und über mit Edelsteinen besetzt ist. Dabei sind vielen Menschen neben Omega auch Rolex, Breitling, Cartier oder Patek Philippe ein bekannter Name. Neben der Tradition der Marke sowie deren Herkunft spielen jedoch vor allem die Komplikationen eine wesentliche Rolle für den Preis.

Mit Komplikationen sind im Grunde alle Funktionen einer mechanischen Uhr gemeint, die über die Anzeige von Stunden, Minuten und Sekunden hinausgehen. Das fängt bereits mit der verhältnismäßig simplen Stoppuhrfunktion an. Allerdings gibt es bei Luxusuhren eine einfache Regel: Denn für jede Annahme gibt es ebenfalls eine Ausnahme. So stimmt zwar der Punkt mit den Komplikationen, die den Wert eines Zeitmessers deutlich beeinflusse. Allerdings gibt es ebenfalls Marken, die auch ganz ohne die zusätzlichen Funktionen hohe Preise erzielen wie nahezu alle Modelle von Rolex.

Grande Complication als ultimative Handwerkskunst
Zu den besonders preistreibenden Komplikationen zählt etwa der ewige Kalender. Ein komplexer Mechanismus sorgt bei Uhrenmodellen mit dieser Funktion dafür, das stets das richtige Datum angezeigt wird – ohne das dies einer manuellen Nachjustierung bedürfte. Zudem erkennen diese Uhren ebenfalls Schaltjahre automatisch. Das alles wird in höchster Handwerkskunst realisiert und treibt den Preis für eine Chronographen mit dieser Komplikation schnell über die 30.000 Euro.

Eine Komplexität, die im Handumdrehen mit 70.000 Euro veranschlagt wird, ist das Tourbillon. Es sorgt dafür, dass der negative Einfluss, den die Schwerkraft auf die Mechanik der Uhr hat, ausgeglichen wird. Diese Vorrichtung macht vor allem für Sammler einen großen Unterschied. Für Nutzer, die ihren Zeitanzeiger gerne am Handgelenk tragen, mag das mehr eine kostenintensive technische Finesse sein.

Sucht man nach dem ganz besonderen Zeitmesser, der schnell einen Millionenbetrag kostet, bietet dieser üblicherweise eine Grande Complication. Im Grunde genommen ist das die Kunst, gleich mehrere Komplikationen in einer Uhr zu kombinieren. Zu den Spezialisten auf diesem Gebiet zählen nur wenige Uhrmanufakturen auf der Welt. Den meisten ein Begriff dürften Patek Philippe, Jaeger-LeCoultre, Vacheron Constantin, A. Lange & Söhne sowie die älteste Uhrenschmiede der Welt Blancpain sein. Hier kosten Einzelstücke mehrere Hunderttausend Euro oder wie bereits erwähnt, Millionen.

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