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Aktualisiert: 25. Okt. 2026 - 06:33
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    Aufschwung der bei den Menschen ankommt


    Arbeit mit Wert“ fordert die Steirischer ÖAAB 
    Aufschwung der bei den Menschen ankommt
    ÖAAB-Landesobmann Günther Ruprecht, Staatssekretär Alexander Pröll, Mitglied des Europäischen Parlaments Reinhold Lopatka und ÖAAB-Landesgeschäftsführer Lukas Tödling © ÖAAB
    02. Februar 2026

    Steiermark: Unter dem Jahresmotto „Arbeit mit Wert – Aufschwung, der wirkt!“ hat der Steirische ÖAAB seine Landesvorstandsklausur beim Klugbauer am Reinischkogel abgehalten. Im Mittelpunkt standen konkrete Maßnahmen zur Aufwertung von Arbeit, zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Bildung, Sozialstaat und Wirtschaft.

    An der Klausur nahmen auch hochrangige Gäste teil, darunter ÖAAB-Bundesobmann Klubobmann August Wöginger, EU-Mandatar Reinhold Lopatka sowie Staatssekretär Alexander Pröll. Gemeinsam wurden zentrale Herausforderungen und Reformansätze für Österreich diskutiert.

    „Auch im Zeitalter von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bleibt der Mensch der entscheidende Erfolgsfaktor“, betonten ÖAAB-Landesobmann Bundesrat Günther Ruprecht und ÖAAB-Landesgeschäftsführer Lukas Tödling. „Unser Ziel ist ein wirtschaftlicher Aufschwung, der bei den arbeitenden Menschen ankommt und unser Land zusammenhält.“

    Staatsbürgerdienst für alle: Verantwortung übernehmen und Werte stärken

    Der Steirische ÖAAB bekräftigt seine Forderung nach einem verpflichtenden einjährigen Staatsbürgerdienst für alle, unabhängig vom Geschlecht. Nach einer gemeinsamen Grundausbildung sollen junge Menschen zwischen Wehr- und Sozialdienst wählen können.

    „Es geht nicht nur um eine längere Dauer, sondern darum, diese Zeit sinnvoll zu nutzen“, so Ruprecht. Ein Staatsbürgerdienst stärke Demokratiebewusstsein, Integration und gesellschaftliche Verantwortung und vermittle Werte, die für den Zusammenhalt der Republik unverzichtbar seien. Gleichzeitig würde damit auch die soziale und staatsbürgerliche Bildung nachhaltig gefördert.

    Leistung muss sich lohnen: Steuerfreie Überstunden und Vollzeitbonus

    Ein zentrales Anliegen des ÖAAB bleibt die faire Anerkennung von Leistung. Gefordert wird eine vollständige Steuerbefreiung von Überstunden. „Mehrarbeit, die oft betrieblich notwendig ist, muss sich auch finanziell auszahlen“, betont Ruprecht.

    Zusätzlich spricht sich der Steirische ÖAAB für einen jährlichen Vollzeitbonus von 1.000 Euro aus. Dieser soll einen klaren Anreiz für Vollzeitarbeit schaffen. „Derzeit steht der Mehraufwand bei Vollzeit in keinem fairen Verhältnis zum finanziellen Ertrag. Dieser Realität müssen wir uns – bei allem Verständnis für Betreuungspflichten – stellen“, so Ruprecht.

    Klarer Kurs gegen Sozialmissbrauch

    Der Steirische ÖAAB bekennt sich zu einem starken, solidarischen Sozialstaat, fordert jedoch gleichzeitig einen konsequenten Kampf gegen Sozialmissbrauch. Ziel ist es, Gerechtigkeit zu sichern und das Vertrauen der arbeitenden Bevölkerung in das Sozialsystem zu stärken.

    „Wer arbeitet und Beiträge leistet, muss sich darauf verlassen können, dass soziale Leistungen treffsicher dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden“, stellt Ruprecht klar. Dafür brauche es bessere Kontrollen, einen effektiven Datenaustausch zwischen Behörden und die Beseitigung falscher Anreize.

    Bildung stärken, Kinder gezielt fördern

    Ein weiterer Schwerpunkt der Klausur lag auf bildungspolitischen Forderungen des Lehrerbundes, einer Teilorganisation des ÖAAB. Angesichts zunehmender Heterogenität im Schuleingang fordert der Steirische ÖAAB eine Doppelbesetzung mit zwei Lehrpersonen in der Grundstufe 1, um alle Kinder – von lernschwach bis hochbegabt – bestmöglich fördern zu können.

    Zum Schutz der psychischen Gesundheit von Kindern unterstützt der ÖAAB das Handyverbot an Schulen und bekräftigt seine bereits im Frühjahr 2025 erhobene Forderung nach einem gesetzlichen Verbot sozialer Medien für Kinder unter 14 Jahren. Mobbing, Suchtpotenziale und gefährliche Online-Trends würden die Entwicklung und den Lernerfolg massiv beeinträchtigen.

    Darüber hinaus fordert der Steirische ÖAAB gemeinsam mit dem Lehrerbund eine Stärkung der Sonderschulen sowie die Wiedereinführung einer spezialisierten Ausbildung in der Sonderpädagogik. Schulassistenz sei eine wichtige Unterstützung, könne jedoch fachliche sonderpädagogische Expertise nicht ersetzen.


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