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Aktualisiert: 25. Okt. 2026 - 06:33
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    Biber richten massive Schäden an


    Jungbauern fordern endlich klare Regeln
    Biber richten massive Schäden an
    Jungbauernobmann David Tischler © K. Tischler
    22. Oktober 2025

    Steirische Landwirte schlagen Alarm: Überschwemmte Felder, verstopfte Gräben und gefährdete Straßen nehmen zu. Jungbauern drängen auf rasche Umsetzung einer landesweiten Biber-Verordnung.

    Die Schäden durch den Biber nehmen in der steirischen Land-, Forst- und Teichwirtschaft dramatisch zu. Überflutete Äcker, eingebrochene Mähdrescher, verstopfte Abwasserschächte, angenagte Bäume und unterspülte Straßen belasten Betriebe und Gemeinden zunehmend. Besonders betroffen sind die Bezirke Leibnitz, Südoststeiermark, Weiz und Hartberg-Fürstenfeld.

    „Der Biber vermehrt sich rasant und verursacht mittlerweile massive Schäden in vielen Regionen. Unsere Bäuerinnen und Bauern sind am Limit“, warnt Jungbauernobmann David Tischler. Er fordert – analog zu Kärnten und Oberösterreich – die rasche Umsetzung einer landesweiten Biber-Verordnung, die gezielte Entnahmen bei nachweislichen Schäden ermöglicht.

    85 Prozent mehr Biberreviere seit 2019

    Das aktuelle Bibermonitoring des Landes Steiermark zeigt eine deutliche Zunahme der Biberpopulation: Seit 2019 ist die Zahl der Reviere um 85 Prozent auf 314 gestiegen, die Population wuchs um mehr als die Hälfte.

    Während in Kärnten jährlich bis zu 148 Biber und in Oberösterreich bis zu 158 Tiere entnommen werden dürfen, fehlt in der Steiermark bislang jede rechtliche Grundlage. Tischler betont:
    „Wir brauchen keine Biberjagd, sondern gezielte Eingriffe bei Problemfällen. Nur so können wir Schäden an Feldern, Dämmen oder Teichen verhindern und gleichzeitig einen geordneten Artenschutz sicherstellen.“

    Grünen-Vorschlag für Ausgleichszahlungen „unbrauchbar“

    Der Vorschlag der Grünen, ein eigenes „Gewässerbudget“ für Schadensausgleiche einzurichten, stößt bei den Jungbauern auf scharfe Kritik. „Wir wollen nicht von Entschädigungen leben, sondern von unserer Arbeit. Ausgleichszahlungen sind teuer, ineffizient und lösen das Problem nicht. Nur eine Biber-Verordnung schafft Rechtssicherheit und spart Steuergeld“, so Tischler. Aktuell sind Bewirtschafter in der Steiermark weitgehend machtlos: Nur Biberbeauftragte des Landes dürfen Empfehlungen abgeben – ohne verbindliche Befugnisse oder nachhaltige Wirkung.

    Appell an Landesrat Amesbauer

    Die Jungbauern fordern daher den zuständigen Landesrat Hannes Amesbauer auf, seine im Sommer angekündigten Maßnahmen endlich umzusetzen.

    „Wir brauchen klare Regeln und praktikable Lösungen – keine Vertröstungen. Kärnten und Oberösterreich zeigen, dass Schutz von Natur und Landwirtschaft vereinbar ist“, mahnt Tischler.

    Die geforderte Biber-Verordnung soll verbindliche Regelungen für:

    den Umgang mit Schäden durch Biber,

    die gezielte Entnahme einzelner Tiere,

    sowie das zeitlich befristete Entfernen von Problem-Biberburgen

    enthalten. Damit ließen sich Schäden künftig kontrolliert und rechtssicher reduzieren.

    Meldung von Schäden
    Betroffene Landwirte und Teichbesitzer werden aufgerufen, Biber-Schäden zu dokumentieren und unter www.stbb.at/schadens-dokumentation zu melden.


    Die Steiermark steht beim Bibermanagement unter Handlungsdruck. Während Nachbarländer längst verbindliche Regelungen haben, wächst hierzulande die Zahl der Konflikte. Die Jungbauern fordern: „Jetzt ist die Politik am Zug – für den Schutz unserer Kulturlandschaft, unserer Betriebe und unseres Lebensraums.“


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