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Aktualisiert: 24. Okt. 2026 - 08:30
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    Sturm vernichtet rund 400.000 Festmeter Holz


    Steiermark: Die Forstexperten des Landes Steiermark schätzen die Schadholzmenge nach dem Sturm auf rund 400.000 Festmeter.
    Sturm vernichtet rund 400.000 Festmeter Holz
    Landesrat Hans Seitinger machte sich am Freitagnachmittag mit Bürgermeister LAbg. Bruno Aschenbrenner in der Gemeinde St. Marein-Feistritz selbst ein Bild von den Schäden. ©Land Steiermark
    19. August 2022

    Der finanzielle Schaden wird mit 15 bis 20 Millionen Euro beziffert. Agrarlandesrat Hans Seitinger appelliert die Schäden möglichst rasch aufzuarbeiten um Folgeprobleme durch Borkenkäferbefall zu verhindern und mahnt zur Vorsicht bei der Forstarbeit.

    Jener Sturm, der gestern, 18.8.2022, über die Steiermark gezogen ist, hat auch in den steirischen Wäldern zu massiven Schäden geführt. Besonders betroffen ist der Bezirk Murau, wo zu flächigeren Windwürfen kam. Auch in den Bezirken Murtal, Leoben, Voitsberg, Graz-Umgebung sowie im Osten des Bezirks Liezen kam es zu kleinflächigen Windwürfen bzw. Einzelwürfen.

    Nach ersten Begehungen durch die Forstexperten des Landes wird damit gerechnet, dass rund 400.000 Festmeter Holz vernichtet wurden. Das entspricht rund 8 % des jährlichen Holzeinschlags der Steiermark. Der finanzielle Schaden wird allein in den steirischen Wäldern auf rund 15 bis 20 Millionen Euro geschätzt. Besonders betroffen von diesem Sommersturm sind Laubbäume, die mit ihren Laubkronen eine große Angriffsfläche bieten. Agrarlandesrat Hans Seitinger machte sich heute Freitag im Bezirk Murtal selbst ein Bild von den Schäden.

    Sauber in den Winter!
    „Wir müssen sauber in den Winter kommen um dem Borkenkäfer keine Brutstätten zu liefern. Daher ist es wichtig, die Schäden so schnell wie möglich aufzuarbeiten“, warnt Agrarlandesrat Hans Seitinger vor Folgeproblemen durch einen verstärkten Borkenkäferbefall. „Bei Forstarbeiten nach Unwettern herrscht, etwa durch verkeilte und umgeknickte Bäume, ein großes Gefahrenpotential. Beim Aufarbeiten der Sturmschäden ist daher höchste Sorgfalt angebracht“, mahnt Seitinger zur Vorsicht. (Das Land Steiermark unterstützt den Ankauf von Persönlicher Schutzausrüstung zur Waldarbeit. Voraussetzung ist die Absolvierung einer eintägigen Schulung. Weitere Informationen unter: https://www.agrar.steiermark.at/cms/beitrag/12809074/100812126/)

    Entschädigungen durch Katastrophenfonds
    Der Bund und das Land Steiermark gewähren eine Entschädigung aus dem Katastrophenfonds für Maßnahmen zur Beseitigung von außergewöhnlichen Schäden. Anspruchsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, denen ein Schaden im Vermögen entstanden ist. Die Schadensmeldung (Privatschadensausweis) hat beim zuständigen Gemeindeamt zu erfolgen. Danach werden die einzelnen Fälle von den Bezirksforstinspektionen geprüft. Sie stehen Geschädigten auch beratend zur Seite.
    Informationen zum Privatschadensausweis finden sich unter: https://www.verwaltung.steiermark.at/cms/beitrag/12541408/127384147/

    Paula und Emma – historische Einordnung
    Die beiden Unwetter „Paula“ und „Emma“ führten im Jänner bzw. März 2008 zum 15-fachen Schaden in den steirischen Wäldern. Betroffen waren damals vor allem die Obersteiermark, das Semmering-Wechsel-Gebiet sowie die Bezirke Deutschlandsberg, Weiz und Graz-Umgebung.


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